ExExEx #027 – Artikel vorlesen

Caspar Clemens Mierau

Caspar (Blog, Twitter, Die Wahrheit #022) hat eine sehr interessante Idee:

Nennen wir das Ganze einfach “Podreading” – in Anlehnung ans Podcasting (oder doch “Audiosharing”? oder Readsharing? Was meint Ihr?). Man nimmt sich einen Text oder Artikel (die Urheberrechtsdebatte vertagen wir auf später und gehen zunächst von entsprechend frei lizensierten Texten aus), spricht ihn in ein Mikro und veröffentlicht die Aufnahme online. Nicht den eigenen Text – das kann man natürlch auch gern tun – nein, einen fremden. 

Warum? Weil es so einfacher ist, komplexere Texte aufzunehmen, es kann nebenher bei Arbeit oder unterwegs geschehen – in klassischen Podcastszenarien also. Finde ich natürlich sehr spannend und habe mich sofort ans Werkt gemacht. Im Gegensatz zu meinen Podcasts ist das hier (fast) nach den Anforderungen in Caspars Artikel aufgenommen. Ein Durchgang (mit Fehlern), keine Nachbearbeitung (außer die Audioschnipsel aus dem ursprünglichen Artikel einzufügen) und dann einmal fast ohne Metadaten durch Auphonic gejagt.

Funktioniert so etwas für euch? Oder ist das nur eine fixe Idee?

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Quelle: Warum wir uns fremde Texte vorlesen sollte (mit Audiobeispielen von Jens Best, Jürgen Geuter und mir)

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ExExEx #067 – Wandertagzshortie

Wandertag
Es begab sich aber zu der Zeit, dass die fünf Weisen aus aller Welt zusammenkamen um die Insel des Schreckens zu erkunden1.  Kaum ausgestattet mit den eigentlich dafür notwendigen Gegenständen schlugen sie sich unter Anleitung eines eher unkundigen Kunden durch die Wälder.

Dabei begegneten ihnen dunkle Gestalten, fiese Schweine und leere Büchsen in kleinen Häuschen. All die Entbehrungen wurden aber belohnt, denn ganz am Ende ihrer Wanderung wurden sie Zeuge eines gar seltsamen Rituals:

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  1. Was tatsächlich geschah, war, dass sich @vdgmtourism, @Naxed_, @NeedleHacksaw, @JohannesKoeller und @monoxyd in DayZ trafen um das Spiel zu erwandern. Mit allem Drum und Dran: Pausen, Wanderlieder, Diskussionen um Wurstwaren und schöne Schnappschüsse. Immerhin letzteres hat halbwegs geklappt. []

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OHM #007 – Oberhalb Hiesigen Mittelmaßes

"Mediocrity" von André Fincato (CC BY 2.0)
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen nach getaner Pause – oder war es langer Arbeit – wieder eine Folge des letzten Podcasts präsentieren dürfen. Die lange Verweildauer in der Owncloud Home Machine liegt sicher darin begründet, dass gute Dinge ihre Zeit zum Reifen brauchen, genau wie bei Wein, Whisky und anderen hochgeistigen Ergüssen.

In der aktuellen Folge beschäftigen sich die Herren E. und M. mit vielerlei hochinformativen Themen, die in einer fast zweiminütigen Gehirnsturmsitzung fast zwei Minuten vor der Sendung zusammengestellt wurden. Auch wenn sich die beiden Kontrahenten zu Beginn der Sendung noch ein wenig beschnuppern, nimmt sie doch schnell Fahrt auf und endet in einem augenöffnenden Crescendo nie vorher erwähnter Wahrheiten.

Es werden also keine kleinen Brötchen gebacken, sondern die Weisheit generös mit vollen Händern unter das geneigte Volk ausgeteilt. Aber hören Sie selbst:

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  1. Von richter.fm & gei.st
  2. Warum die Konsolidierung des Lektorat Punkrock ist.
  3. Podcaster sind Githubber.
  4. Superstitiös!
  5. Die Spammer von der Elektropost.
  6. Adblock Plus, Werbung und Lebenszeitdiebstahl.
  7. Analyse von Überwachungsdaten im Chaosradio 197.
  8. Längenvergleich auf dem Pausenhof.

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Das neue Standardwerk des deutschen Fernseh-Videogamejournalismus…

…hervorragend ausgedacht und umgesetzt von den freundlichen Damen & Herren bei Superlevel:

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5 Fragen an Anjin Anhut.

Hallo geehrte Zielgruppe,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ziehen die hiesigen Podcasts gerade um. Der einzige der hierbleibt, ist Ex³ – schließlich soll das hier in Zukunft der Raum für privaterererereren Kram und Experimente werden. Als erstes werde ich deshalb den folgenden Herren in dieser Kategorie verklappen:

Anjin Anhut mit dem Spiegel 3/14

Anjin Anhut mit dem Spiegel 3/14

Aber warum hier und nicht bei [angespielt]? Was war passiert? Nun…

Der aktuelle Spiegel hat eine Geschichte über Spiele. Dieser Artikel ist in Teilen der Spieleschreiberszene kontrovers diskutiert worden1 und zwar so heftig, dass ich als sensationsgeiler Podcaster dazu einen Podcast machen will. Gesagt, getan: Robert Glashüttner, Nina Kiel, Jagoda Gadowski und eben Anjin Anhut wurden shanghait. War nicht so einfach einen Termin zu finden, hat dann letztlich auch nicht geklappt, Anjin musste wieder absagen.

Damit der Podcast dennoch vor der Apokalypse stattfinden kann, habe ich Anjin durch Dennis Kogel ersetzt und2 Anjin vorher verhaftet um ihn in O-Tönen zu Wort kommen zu lassen. Und das Rohmaterial, das hört ihr hier. Den Rest gibt es dann bald™  bei [angespielt].

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  1. Jaja, das ist ein Euphemismus. []
  2. Anscheinend ist der Platz der 4. Gastes verflucht. Wir machen das jetzt einfach zu dritt. []

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Wieso sprecht ihr nicht über …?

A Thoughtful Discussion by  Robert S. Digby

“A Thoughtful Discussion” by Robert S. Digby

Wenn ich bei Fritz Talksendungen moderiere1, kommt häufig die Frage: Warum redest du heute eigentlich nicht über dieses politische Ereignis/dieses Thema, das mich gerade persönlich betrifft/jenes ganz ähnliche Ding, das ich aber wichtiger finde, als das was gerade im Radio läuft?

Die Antwort auf dieser Frage lautet2, dass Themenauswahl für einen Radiosender mit Vollversorgungsauftrag nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Die Farbe der Lieblingssocken hat langfristig gesehen dieselbe Berechtigung wie ernsthafte Politik.

Aber ab und zu gibt es Gelegenheiten, wo ich freie Hand habe3 und heute ist so ein Tag:

Im Blue Moon, der heute zwischen 22:00 und 00:00 Uhr bei Fritz gesendet wird, unterhalte ich mich mit Euch und anderen  Hörern über die Themen, die die Anrufer mitbringen. Das kann wirklich alles sein: Politik, die über Weihnachten verloren gegangen ist; ein Thema, dass euch schon lange auf den Nägeln brennt, aber über das ihr sonst nirgendwo reden wollt oder etwas, dass ihr euch schon lange auf diesem Sendeplatz gewünscht habt.

Falls Ihr jetzt schon Vorschläge habt, schreibt mir hier oder unter dingens(at)monoxyd.de oder ruft nachher unter 0331/7097110 an.

Bild: “A thoughtful discussion” by Robert S. Digby unter (CC BY-ND 2.0)-Lizenz

  1. vor allem die Mittagssendung []
  2. vor allem für die Mittagssendung []
  3. das gilt nicht nur für die Mittagssendung, auch im Blue Moon habe ich normalerweise den Auftrag, mich mit einem bestimmten Themengebiet zu befassen []

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Keine Zwangsfinanzierung von Medienkonzernen?

Seit einigen Tagen wird mir immer wieder eine Petition gegen die Abschaffung der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in die diversen Timelines gespült. Damit ich nicht jedes Mal dasselbe aufschreiben muss, hier mein Kommentar dazu:

Diese Petition ist unsäglicher neoliberaler “Der Markt soll es richten”-Quatsch. Wer die unterschreibt, hat nur bewiesen, dass er entweder nicht weiß, wie die deutsche Medienlandschaft funktioniert oder aber er will unbedingt nur noch Scripted-Reality-Casting-Fernsehen und Dudelfunk.

Und was das “Ich benutze es gar nicht”-Argument angeht: Ihr zahlt auch Krankenkasse, bevor ihr den Arzt mal so richtig nötig habt, oder? Ja, der Vergleich hinkt, aber soll zeigen dass öffentlich-rechtliche Medien dem Prinzip einer Solidargemeinschaft folgen. Und ja: Ich bin der Ansicht, dass wir staatlich finanzierte, unabhängige Medien brauchen.

Achtung: Ich bin auch der Ansicht, dass da viel verbesserungswürdig ist. Aber für eine Abschaffung der Finanzierung und einen Ersatz durch “Pay-TV Prinzip oder durch Werbeeinnahmen” zu fordern ist gefährlicher Blödsinn.”

Bitte, danke. Musste ich mal loswerden.

Disclaimer: Ich arbeite den größten Teil meiner Zeit beim ÖR. Diese Haltung hatte ich allerdings schon zuvor und werde sie auch weiterhin haben. 

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Sendepause

Nicht, dass ihr euch Sorgen macht: Hier ist bis Jahresende Sendepause. Im Januar geht es dann wieder weiter. Alles gut, nur gerade ein bisschen viel, deswegen hab ich mich entschlossen, hier mal eine kurze Pause einzulegen. Wie gesagt: 2014 werden dann wieder Hosen ausgezogen. Oder an? Mal sehen…

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angespielt #051 – Desktop Dungeons

Logo Desktop Dungeons

Ich weiß nicht, wen ich gerade mehr hasse: Dennis oder Desktop Dungeons. Warum ich Dennis hasse? Weil er immer recht hat! Warum ich Desktop Dungeons hasse? Weil es so unglaublich hart ist. Aber der Reihe nach…

Es war wie immer. Dennis kommt an und sagt: “Desktop Dungeons! Es ist großartig! Spiel es! Du musst es spielen!” Gehorsam begebe ich mich zur Webseite und schaue mir Trailer und Screenshots an. Ich sehe ein zweidimensionales Spielfeld, dass in etwa die grafische Anziehungskraft von Nethack hat und etwas, dass aussieht die wie ein weiteres Roguelike.

Das war so klar…
Ich denke: “Nää. Billografik? Weder Action noch ordentliches Rollenspiel? 23 Euro? Auf gar keinen Fall!” Aber weil es Dennis ist und Dennis ja immerhin Superspezialexperte ist und es auch eine ganz spannende Geschichte zu einem iOS-Klon gibt, probiere ich es doch aus, dank Steam-Family-Sharing ist das ja zum Glück kein Problem.

Fünf Minuten später stelle ich fest, dass das Spiel nur 13 Euro kostet, aber man für 23 Euro noch irgendeinen dubiosen Zusatzinhalt und den Soundtrack bekommt. Ich kaufe die teurere Version, weil ich das immer so mache, wenn mich ein Spiel begeistert und nicht sowieso schon 60 Euro kostet.

Roguelikepuzzle
Die Begeisterung kommt daher, dass ich Roguelikes im Prinzip mag, aber zu weicheiig dafür bin. Dieses ständige Sterben, nur weil der grüne Trank dieses Mal doch kein Heiltrank sondern Gift war, macht mich wahnsinnig. Ich mag aber das Erforschen von Dungeons und das Aufleveln von Helden. Und ich liebe Spiele, die es schaffen mir nur die Vorteile dieses Spielstils ohne die Nachteile von Roguelikes zu geben.

Desktop Dungeon ist so ein Spiel. Der eigentliche Spielteil in einem Dungeon dauert vielleicht eine Viertelstunde pro Runde. Man fäng jedes Mal mit einem neuen Helden an und erforscht einen kleinen, relativ übersichtlichen Level. Eine Besonderheit der Spielmechanik: Betritt man einen Bereich, der noch unerforscht ist, bekommt man pro aufgedecktem Spielfeld Mana- und Lebenspunkte dazu.

Hart aber (un)fair?
Da man einerseits darauf angewiesen ist, die Monster zu finden, die einem genug Erfahrungspunkte geben so lange aufzusteigen, bis man das Obermonster töten kann, ohne einen zu töten, aber andererseits möglichst wenig vom Level zu erforschen um sich so später noch heilen zu können, befindet man sich in einem ständigen Balanceakt, der ungefähr so diffizil, wie dieser Schachtselsatz lang ist.

Eine sehr ansprechende Spielart, die stellenweise sehr an das Match-3-Spiel Dungeon Raid erinnert, aber sich trotzdem noch nach klassischem minimalistischem Roguelike-RPG anfühlt.

Zwei Seelen wohnen, ach…
Zwischen den Leveln kann man seine eigene kleine Fantasy-Stadt ausbauen. Je weiter man kommt, desto mehr Auswahl hat man bei der Auswahl an Rassen und Klassen zum Beginn eines Levels. Dadurch wird die Stadt immer mehr mit seltsamen Gebäuden (Dämonenflohmarkt! Zwergenclub!) angefüllt und befriedigt damit also auch noch den “Ich will meine Abenteurererfolge vorzeigen!”-Drang des geneigten Rollenspielers.

Es macht also Spaß. Aber ich hasse es. Denn trotzdem ich mittlerweile einige Stunden gespielt habe, gelingt es mir nach den Einführungsleveln nicht weiterzukommen. Und ich bin damit nicht alleine. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es nur an mir liegt oder ob das Spiel fast schon unfair schwer ist. Aber es ist irgendwie auch egal, denn es fühlt sich so an, als sei der Sieg immer in Reichweite.

Das war so klar…
Ich habe extra versucht, weiterzukommen, aber es gelang mir nicht. Ich habe einen Podcast mit Rainer Sigl (Blog, Twitter) und Herrn Kramski (Twitter) aufgenommen, um mir hilfreiche Tipps zu holen, aber es hat nichts geholfen.

Und jetzt bin ich wieder so weit: Ich weiß nicht, wenn ich gerade mehr hasse. Dennis oder Desktop Dungeons.

Aber wenigstens gibt es einen Podcast:

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der Weisheit XLV – Schlechter Sex in Gummistiefeln

Die Besetzung der Weisheit vor orangenem Hintergrund

Das hat ja echt ganz schön gedauert. Lag es daran, dass die Redaktion erst beraten musste, ob diese Folge nicht doch besser im Giftschrank verschwindet? Liegt es am Radiorollenspiel? Oder dem denk- und hörwürdigen Finale von Jakobs goldenem Käfig?

Wir werden es wohl nie ganz genau erfahren, können aber voller Vorfreude berichten, dass es nun endlich soweit ist, dass über ein paar sehr wichtige Themen geredet wird:

  1. Was tun, wenn der erste Sex mit dem neuen Date schlecht war?
  2. Wie funktioniert wochenendlanges Rumgenerde in langfristigen Beziehungen mit einem Nichtnerd?
  3. Ist Kapoor in Berlin (gute) Kunst?
  4. Warum macht Gärtnern glücklich?
  5. Was ist eigentlich Open Access?
  6. Wieso löscht man Twitter nicht endgültig, sondern geht nur auf Diät?
  7. Wie funktioniert eigentlich Flattr?
  8. Bei welchen Film müsst ihr heulen?
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