Equal Care Day – klappt das mit dem 50/50

Es folgt ein Gastbeitrag. Naja, eigentlich nicht ganz, weil 35 Prozent davon auch von mir sind, aber andererseits doch, weil alles andere von Patricia kommt. Es geht um Gleichberechtigung im praktischen Sinne: Zu Hause.  

Das bisschen Haushalt…

Pixabay@Hans

Der Equal Care Day, dieses Jahr am 1. März, soll auf die mangelnde Wertschätzung von Fürsorgearbeit aufmerksam machen. Auch 2017 wird noch 80% der Care-Arbeit von Frauen geleistet. Dieses Verhältnis bleibt relativ stabil – sogar wenn die Frau selbst (und genauso viele Stunden wie der Mann) berufstätig ist. Bislang “helfen” die Männer nur und es finden sich kaum faire 50 – 50 Aufteilungen.

Ein Evergreen zu diesem Thema ist der Tweet von @katjaberlin:

Zur Frage der Aufteilung findet sich in einem Interview mit der Soziologin Cornelia Koppetsch, Professorin für Geschlechterverhältnisse an der TU Darmstadt, eine interessante Passage:

Sie sprechen von einem inneren Widerspruch [zwischen romantischen Liebe und gleichberechtigter Partnerschaft.]: Wie finden Sie den heraus?

“Wir führen Interviews mit den Paaren. Wenn man sie zum Thema Hausarbeit befragt, kann man hören: Bei uns läuft das partnerschaftlich, wir teilen uns die Arbeit auf. Aber wir wollen das genauer wissen und fragen nach: Wer putzt denn bei Ihnen die Fenster? Wer näht die Knöpfe an? Wenn man insistiert, kommen andere Dinge ans Licht. Etwa dass immer dann, wenn der Mann für längere Zeit die Hausarbeit übernimmt, im Erziehungsurlaub beispielsweise, eine Putzfrau engagiert wird, die es nicht gegeben hat, als die Frau für die Hausarbeit zuständig war. Das sind interessante Details, die den inneren Widerspruch deutlich machen.”

Aus “Paarbeziehungen heute: Putzen oder lieben

Stellt man sich eine umfassende Liste zum Thema Care-Arbeit zusammen, dann ist die Beantwortung dieser Fragen doch sehr erhellend. Es kommt nicht selten vor, dass sogar Paare, die glauben alles sehr gerecht aufgeteilt zu haben, zu der Erkenntnis gelangen, dass doch die Frau deutlich mehr Aufgaben übernimmt als der Mann.

Die InitiatorInnen des Equal Care Days haben deswegen einen Fragebogen zur Verfügung gestellt, den wir ausgefüllt haben.

Wir, das sind:

Patricia Cammarata (rechts, ohne Bart) und Marcus Richter (links)

Marcus Richter ist Radiojournalist und Moderator mit Schwerpunkt Technik, Netz und Games. Er lebt in Berlin als Bonuselter einer Familie mit zwei Schulkindern, auch wenn er nach wie vor eine eigene Wohnung hat.

Verhältnis Erwerbstätigkeit/Familienarbeit: 40 Wochenstunden Erwerbstätigkeit, 35% Familienarbeit

Patricia Cammarata ist Projekt-Managerin, Autorin und Bloggerin. Sie lebt ebenfalls mit zwei Schulkindern in Berlin. Sie genießt den Luxus alle zwei Wochen kinderfrei zu haben. Denn da sind die Kinder beim leiblichen Vater. Ab und zu macht sie Urlaub in Marcus Wohnung. Da hat sie noch nie gewaschen oder geputzt.

Verhältnis Erwerbstätigkeit/Familienarbeit: 30 Wochenstunden Erwerbstätigkeit, 65% Familienarbeit

 

  1. Wie ist die CareArbeit bei Euch zuhause auf die Erwachsenen verteilt? Gibt es feste Zuständigkeiten?

Marcus: Wenn wir zusammen sind und die Kinder haben – was nicht immer der Fall ist, weil wir getrennt leben – und die Kinder manchmal beim Ex-Partner sind, versuchen wir uns alles zu teilen.

Patricia: Es gibt keine festen Zuständigkeiten – bestenfalls sowas wie Gewohnheiten. Ich für meinen Teil versuche aber aktiv immer wieder Dinge zu übernehmen, bei denen ich sehe, dass sie mein Partner öfter macht als ich. Selbst wenn es sowas banales ist, wie Mülleimer runterbringen.

Bei manchen Sachen tauschen wir aktiv gegen die Klischees. Ich versuche z.B. alle handwerklichen Dinge mit den Kindern gemeinsam zu machen und der Freund macht der Tochter die Flechtfrisuren oder kocht.

 

  1. Warum teilt Ihr Euch anfallende CareArbeit untereinander auf? Welche Vorteile habt Ihr dadurch?

 Marcus: Ich tue mich ehrlich gesagt mit dem Begriff “CareArbeit” schwer. Wir sind halt ein Familienverband von vier Leuten, wo zwei mehr Verantwortung tragen können und wollen als die anderen beiden. Das dann alle Arbeit möglichst gleich aufgeteilt wird, hat den Vorteil, dass die schweren Sachen weniger belasten, die schönen Sachen mehr Spaß machen und man insgesamt mehr Zeit für alles andere hat.

 Patricia: Ich weiß gar nicht, ob es um Vorteile geht. Es geht mir v.a. um Gerechtigkeit. Es gibt in der Familienarbeit so vieles, was anstrengend ist. Ich möchte das meinem Partner nicht alleine zumuten und ich möchte auf der anderen Seite auch nicht alleine zuständig sein.

Mir macht ja v.a. der Kleinkram zu schaffen. Zettel aus der Schule unterschreiben, Termine merken, Fingernägel schneiden, überlegen, was man abends isst, Kuchen fürs Kindergartenbuffet backen, an Wechselwäsche denken, rechtzeitig Winterschuhe kaufen etc.

Wenn ich das alles alleine mache, dann beschwert mich das. Diese ganzen Aufgaben zu teilen, die Verantwortung dafür zu teilen, ist sehr wohltuend.

 

  1. Welche Nachteile und Schwierigkeiten gibt es, welche Hürden?

 Marcus: Durch die Patchwork-Situation und weil ich erst relativ spät dazu gekommen bin, fällt es nicht immer einfach, alles genau aufzuteilen. Bei manchen Sachen fällt es schwer gewohnte Muster abzulegen oder sich darauf zu verlassen, dass man jetzt zu viert ist – das gilt in der einen oder anderen Form für alle Beteiligten – die Großen und die Kleinen.

Patricia: Nachteile gibt es in dem Sinne keine. Vielleicht dass ich mich manchmal überwinden muss, Dinge zu tun, auf die ich gar keine Lust habe, wie z.B Auto fahren oder putzen. Aber dann stimmt es mich eben sehr versöhnlich zu wissen, dass mir fast die Hälfte davon erspart bleibt, weil mein Partner, seinen Anteil auch übernimmt.

Schwierigkeiten sehe ich v.a. darin, dass der Alltag ein ständiges Jonglieren und Kommunizieren erfordert.

Das ist manchmal sehr mühsam. Man muss sich absprechen, offen für alternative Lösungen sein. Ich habe oft feste Vorstellungen von gut und richtig und muss dann sehen, dass es viele völlig gleichwertige Umsetzungen gibt. Nur die muss man eben ausdisktieren.

Es ist für mich persönlich Fall weniger Zeit insgesamt da. Das fällt manchmal auf und manchmal schwer, aber stellt sich als Planungs-, Organisations- und Verhandlungssache heraus.

 

  1. Wäre es nicht praktischer, eine Person des Haushalts würde sich alleine darum kümmern und so auch den Überblick und die Verantwortung behalten?

Marcus: Zum Teil ist das ja so: Dadurch, dass ich eine eigene Wohnung habe und es zwei Erziehungsberechtigte für die Kinder gibt, ist es für viele Sachen so, dass ich, wenn sie anfallen vielleicht nicht verfügbar sind oder zwar meine Meinung sagen, aber kein letztliches Mitbestimmungsrecht habe.

Patricia: Doch, das wäre total praktisch. Nur leider auch unzumutbar.

 

  1. Wodurch / Wann stoßt Ihr an Grenzen der fairen Aufteilung?

Marcus: Siehe 4. Was ich noch als schwierig empfinde: Ich kann theoretisch jederzeit sagen “Ich kann heute Abend nicht, ich habe einen Termin”. Ich würde das auch gerne umgedreht anbieten, aber das ist schwieriger realisierbar.

Und ganz konkret: Wäsche waschen wird wohl so lange getrennt bleiben, wie es getrennte Haushalte gibt.

Patricia: Wir haben getrennte Wohnungen. Zu 80% leben wir gemeinsam mit den Kindern in meiner Wohnung. 15% leben wir getrennt und 5% leben wir in der Wohnung meines Partners.

Ich war es sehr gewohnt alles zu machen und mich verantwortlich zu fühlen. Manchmal muss mein Partner sich sehr „aufdrängen“ um seinen Anteil machen zu können. Ich glaube, das ist gelegentlich schwer.

Z.B. wenn ich krank bin. Ich glaube, dann muss man mich fast ins Zimmer sperren, damit ich nicht trotzdem weiter arbeite.

Wenn die Kinder krank sind, dann ist es für mich auch schwer, auszuhalten, dass sie sich bei meinem Partner auch wohl fühlen und gut aufgehoben sind, wenn ich z.B. erwerbstätig arbeite…

 

  1. Leben Kinder in Eurem Haushalt? Hat sich die Verteilung der CareArbeit verändert im Vergleich zur Zeit ohne Kinder?

 Marcus: Meta-Antwort: Ich bin verwirrt, dass die Frage jetzt erst kommt. Alle Antworten beziehen sich auf das Leben mit Kindern und die Änderungen.

Patricia: Ja, die Kinder leben mit uns. Da wir uns erst vor einigen Jahren kennengelernt haben und die Kinder schon da waren, war unsere Beziehung schon immer mit Kindern.

Auf der anderen Seite haben wir aber auch regelmäßig kinderfrei, weil die Kinder auch bei ihrem leiblichen Vater sind. Die CareArbeit ist so gefühlt von 100% ich auf 65% ich – 35% Partner gegangen.

 

  1. Was hat sich verändert mit dem Älterwerden der Kinder? Musste die Aufteilung in Frage gestellt und evtl. neu verteilt werden?

Marcus: Ja, aber es hat eher dazu geführt, dass wir flexibler planen können, weil die Kinder selbstständiger werden und jetzt beide in die Schule gehen, was die Bringzeiten synchronisiert und -wege verkürzt hat. Ansonsten bin ich erst seit zwei Jahren vorbei – von daher sind die Unterschiede im Gegensatz zu Eltern, die das von Anfang an machen wahrscheinlich marginal.

Patricia: Dass sich die Aufteilung geändert hat, hat bei uns weniger mit dem Älterwerden der Kinder als mit der Lebenssituation an sich zu tun.

Ich merke aber, dass ich bestimmte Kompetenzen habe, die mir mit Babys und Kleinkindern sehr hilfreich waren und dass mir bei älteren Kindern bestimmte Dinge eher schwer fallen, die meinem Partner viel leichter fallen. So z.B. die Hausaufgabenbegleitung. Da werde ich schnell ungeduldig. Ich muss da sehr an mir arbeiten, das nicht auf meinen ruhigen und gelassenen Partner „abzuwälzen“.

 

  1. Welche Reaktionen bekommst Du von anderen für Dein Tun als Mann?

Marcus: Keine. Es gibt ab und zu generelles Feedback a la “Ihr macht das ja ganz schön zusammen.”, aber mein konkretes Tun wird – außerhalb unserer Familie – eigentlch nicht kommentiert. (Wüsste allerdings auch nicht warum.)

Patricia: Als Frau höre ich oft, was ich für ein Glück mit einem Mann habe, der sich auch um die Kinder kümmert und dann noch um den Haushalt! In der älteren Generation wird mir auch gerne zu Demut geraten oder dass ich doch lieber mal bestimmte Dinge mehr mache, damit mir mein guter Fang nicht wegläuft.

Alles, was ich mache, ist auf der anderen Seite selbstverständlich. Bzw. ich muss mich oft rechtfertigen, warum ich denn unbedingt erwerbstätig sein will.

 

  1. Erzähle von einer Situation, ein Gespräch, in dem Du eine positive und eine, in dem Du eine negative Reaktion erfahren hast.

 Marcus: Eine nahe Freundin hat mir mal zu Verstehen gegeben, dass ich meiner Partnerin sehr gut tue. Ich vermute mal stark, dass das auch mit der Aufteilung unseres gemeinsamen Alltags zu tun hat – das wurde allerdings nicht explizit erwähnt (haben aber die Umstände nahegelegt.)

Patricia: Siehe Frage 8. Positive Reaktionen bekomme ich v.a. von Freundinnen, die ein ähnliches Leben haben – sprich arbeiten und ein paar Kinder großziehen.

 

  1. Was würdest Du Deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben, das weder Kinder hat noch in einer Partnerschaft lebt, wie es mit dazu beitragen kann, dass Equal Care gelingen kann?

Marcus: Mir fällt nicht wirklich was ein. Wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar: Als ich noch nicht in einer Beziehung gelebt und keine Kinder gehabt habe, habe ich kein großes Interesse an dem Thema gehabt – ich war ja nur für mich alleine verantwortlich und mir war schon immer klar, dass ich in Beziehungen gleichberechtigt leben will: Ich hatte noch nie Idee, dass automatisch jemand meine Socken wäscht, nur weil wir zusammen sind.

Patricia: Ich würde meinem jüngeren Ich eindringlich von Partnern abraten, die nicht von alleine auf die Idee kommen, dass man sich alles teilt. Eindringlich! Nimm nicht hin, dass du dich für alles verantwortlich fühlst, dass du wie selbstverständlich kochst, wäschst, planst und putzt. Keine Kompromisse in der Hinsicht. Wahrscheinlich wäre ich dann so bis 40 Single geblieben.

 

  1. Was wünschst Du Dir von Politiker*innen?

Marcus:  siehe 12.

Patricia: Rahmenbedingungen, die wirklich eine freie Wahl lassen, ob man erwerbstätig ist oder Hausmann oder –frau. Lohngefälle abbauen. Elternauszeiten gestatten. Lebensarbeitszeit statt Präsenzkult unterstützen. Familienfreundliche Bedingungen in Unternehmen belohnen. Gute und bezahlbare Kinderbetreuung. Auch gut bezahlte Kinderbetreuung – eine Aufwertung von Care-Berufen und auch eine gezielte Förderung von Männern in Care-Berufen.

 

  1. Was wünschst Du Dir von anderen Entscheidungsträger*innen?

Marcus: Ich mache es mir mal einfach: Ich wünsche mir, dass beide alles dafür mögliche tun, damit Familien in Zukunft genau das Arbeitsaufteilungsmodell wählen können, dass ihnen gefällt und sie sich nicht in eins hineinfügen müssen, dass ihnen durch Sachzwänge vorgegeben wird.

Patricia: Vorbild sein. Ordentliche Meetingzeiten (zw. 10 und 14 Uhr). Den Blick auf die ganze Lebensspanne richten. Sehen, dass es Zeiten gibt, in denen man viel arbeiten kann und will und dass es Strecken gibt, in denen das nicht möglich ist.

Über kreative Lösungen nachdenken, die gleiche Aufteilung aller Arbeiten ermöglichen.

 

  1. Was wünschst Du Dir konkret für Deinen Alltag anlässlich des Equal Care Day 2017?

Marcus:  Weniger Geschichten über andere Männer hören zu müssen, die es als ganz normal ansehen, dass jemand anders die Arbeit macht.

Patricia: Dass er so bleibt und ich das Aushandeln und Kommunizieren immer besser lerne. Dass ich meine Wertschätzung für das was mein Partner tut, ausreichend zum Ausdruck bringen kann und dass ich noch besser lerne Aufgaben abzugeben OHNE mich dabei schlecht zu fühlen (wozu mein Partner am allerwenigsten kann. Da geht es eher um Erziehung und Rollenklischees abschütteln).

0 0 0

2 Comments

Filed under Uncategorized

Oh! Hi, Mama! – OHM #12

Image from page 108 of "St. Nicholas [serial]" (1873)

Es begab sich aber zu der Zeit und etwas nach über einem Jahr und Tag, dass sich die Herren Erdgeist und Monoxyd auf einem Congresse trafen, der zwischen den Jahren in einem alten Gemäuer welches zum letzten Mal seine Pforten öffnete, stattfand.

Hierüber nun arg erfreut, beguben sie sich zu zwei Mikrofonen um zu erläutern, wie es um Einlass zu ebenjenem Congresse sowie SprecherInnentum, Breitbandigkeit und verfälschte Neuigkeiten stund. Zu Gast die ungenannten Experten die jeweiliges Leuchten in die Fachbereiche brachten und allerlei kurzweil, dem die geneigte Hörerin ihr Ohr leihen möge.

Erfreuet euch!

OHM ist eine Kollaborationsproduktion der Herren @erdgeist & @monoxyd. Bei Gefallen abonnieren (RSSiTunes), kommentieren (ArtikeliTunes) und flatterieren (erdgeistmonoxyd) Sie bitte reichhaltig und kommentieren Sie die Episode!

0 0 0

1 Comment

Filed under [ohm], podcast

EINS! ZWEI! DREI! VIER! FÜNF! GEDANKEN! RICHTIG!

Liebes Tagebuch,

ich habe selten Gewaltphantasien. Aber wenn, dann ist es richtig schlimm.

Jetzt gerade möchte ich zum Beispiel der Mutter gegenüber das Tablet ihrer Kinder um die Ohren hauen. Keine Angst, es würde nicht viel passieren, das ist mit einem dicken weichen Gummirand versehen.

Warum fragst du? Weil es in regelmäßig in unregelmäßigen Abständen – also genau so, dass es einen irre  macht, weil man denkt “Jetzt isses vorbei” – EINS! ZWEI! DREI! VIER! FÜNF! BLUMEN! RICHTIG! quäkt. Auch als ich – wirklich ganz freundlich und ruhig – gefragt habe, ob man das nicht leisen machen könnte. Ich habe nicht mal eine Antwort bekommen.

TIPPE AUF DIE RICHTIGE ANTWORT! EINS! ZWEI! DREI! FISCHE! RICHTIG!

Wir sitzen übrigens im Ruheabteil, wo ich mir extra einen Platz reserviert hatte. Für EINS! ZWEI! DREI! VIER! FÜNF! EURO! RICHTIG!. Mir ist klar, dass es hier keine Ruhe gibt, aber ich hatte halt darauf gehofft, wenigstens von telefonierenden Leuten und Geräuschen elektronischer Geräte verschont zu werden.

Das ist mir übrigens wichtig: Künstlich erzeugte Geräusche. Mich stören nicht die Kinder. Ich will keine kinderfreien Zonen. Ich kann auch gut ertragen, dass die beiden Kids sich die ganze Zeit kabbeln, WEIL ES DOCH JETZT ECHT MA LASS MICH AUCH MA DRAUFGUCKEN EH WAS SOLL DENN DAS MAMA!. Das ist kein Problem. So ist das halt. Und wenn es nicht die eigenen sind, ist das sogar lustig.

Aber diese EINS! ZWEI! DREI! VIER! FÜNF! ELEKTRONISCHEN GERÄUSCHE! RICHTIG! machen mich verrückt. Weil die nicht sein müssten. Stellt es doch leise. (Die Kinder können lesen.) Nehmt doch Kopfhörer. (Und wenn ihr sie vergessen habt, weil es gerade total stressig ist und die Kids anders wirklich nicht können, erklärt es mir, wenn ich um Ruhe bitte.)

Ich wollte zum Hauptbahnhof. Ich bin dann in Spandau ausgestiegen. In die S-Bahn EINS! ZWEI! DREI! VIER! FÜNF! RICHTUNG CHARLOTTENBURG!

####

PS: Ich finde das auch aus strategischen Gründen ärgerlich. So ein Verhalten trägt dazu bei, dass Kinder in der Öffentlichkeit als Störenfriede wahrgenommen werden und kinderfreie Zonen gefordert sind. Und (das soll wirklich keine Drohung sein, dass ist nur eine Vermutung): Menschen mit weniger Impulskontrolle schreien dann vielleicht die Kinder an, die sich dann fragen, was sie falsch gemacht haben. Gar nichts. Und deshalb: Siehe oben.

PPS: Wir hatten schon mal in der Weisheit schon mal über kinderfreie Zonen – und welche Rolle nachlässige Eltern in der Entwicklung dieser irren Idee spielen – gesprochen. (Weiterführende Literatur zum Thema bei das nuf  und Zeit Online.)

0 0 0

2 Comments

Filed under wahnsinn, zwischendurch

12 Bilder vom 12. (Mai ’16)

Jemand™ hat sich mal ausgedacht, dass man ja mal an einem Tag im Monat seinen Tag verinstagrammen und dann verbloggen könnte. Ich bin immer wieder durch Leitmedium darauf gestoßen worden. Und weil ich den Gedanken des persönlichen (Be)Schreibens eigentlich sehr sympathisch finde, aber da selten zu komme, nehme ich das als Gelegenheit, es in einem formalen Rahmen zu tun.

 

Alles beginnt damit, dass ich beim ersten Blick auf mein Handy feststelle, dass das neue Instagram-Logo wirklich so schlimm aussieht, wie alle sagen.

Ich grübele schon die ganze Zeit, wie ich den Spieletest für Deutschlandradio Kultur heute gestalten soll. Auf diesem Treppenabsatz kommt mir die zündende Idee.

Habe wichtigen Termin, fahre früher als gewöhnlich los, stehe trotzdem überlang im Stau. :/


Die nächste Hiobsbotschaft: Mein mobiles Datenvolumen ist aufgebraucht. Na das kann ja heiter werden.


Nachdem der wichtige Termin und die Vorbereitung für Deutschlandradio Kultur super liefern, scheitere ich in der Mittagspause an der letzten Karte in einer Partie Cardcrawl.


Der Auftritt in der Sendung “Kompressor” zum subversiven Potential von Computerspielen habe ich auch hinter mich gebracht, damit ist Feierabend.

Während ich mich zum gemeinsamen Eis Essen auf den Weg mache, versuche ich einmal so zu fotografieren wie Kosmar.

Das Milchreiseis ist so lecker, dass ich ganz vergesse, dass ich es fotografieren wollte. Ups.

Noch schnell einkaufen. Kein Problem. Wir wissen ja genau, was wir wollen. Und sind es auch gewohnt, den schreienden Miniminion an einem Fuß durch den Supermarkt zu ziehen. Dauert nur fünf Minuten!

Weil ich befürchte, die 12 Bilder nicht alleine zu schaffen, gebe ich dem Mittelminion den Auftrag mir ein Bild zu machen. Es zeigt mir seine Höhle und meint ich soll dazu schreiben: “Seit fünf Tagen immer noch nicht aufgeräumt!”

Ich versuche seit Wochen diesen Container in schön zu fotografieren, weil er in der Abendsonne immer so schön orange strahlt. Die Kamera kann es nicht einfangen, ich muss die Sättigung des Bildes erhöhen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. (Jaja, so wird das nie was mit dem Instagram-Ruhm.)

Und zum Abschluß endlich die Folge Game of Thrones schauen, die mir schon vor einer Woche gespoilert wurde. Von meinem iPhone.

Weitere #12von12 gibt es bei Draußen nur Kännchen (Das Original™ und eine Sammelliste). Nächsten Monat gibt es vielleicht wieder 12 von 12 auf meinem Instagram-Account und/oder Twitter.

0 0 0

Leave a Comment

Filed under webkrams, zwischendurch

OHM #011 – Otto hört mit

Einerseits ist fast schon wieder ein Jahr rum und die aktuelle Episode war eigentlich zur Weihnachtserfreuung und Zeitvertreibung bei der Fahrt zum Congress gedacht, andererseits habe ich keinerlei Zeit mehr um zu shownoten.

Deswegen ohne weitere Umschweife: Otto hört mit bei Flattr, WordPress, letsencrypt und vielen anderen wilden Dingen. Der Rest wird nachgetragen, wenn ich wieder Zeit habe. Nächstes Jahr? Oder ihr in den Kommentaren. Viel Spaß!

OHM ist eine Kollaborationsproduktion der Herren @erdgeist & @monoxyd. Bei Gefallen abonnieren (RSS, iTunes), kommentieren (Artikel, iTunes) und flatterieren (erdgeist, monoxyd) Sie bitte reichhaltig und kommentieren Sie die Episode!

0 0 0

2 Comments

Filed under [ohm], podcast

Blue Moon: Online Harassment

Wer sich im Internet bewegt und dazu noch eine Frau ist, muss damit rechnen, mit finsteren Morddrohungen, ekelerregenden Vergewaltigungsphantasien oder furchteinflössenden Eingriffen in die eigene Privatsphäre konfrontiert zu werden.

Aber das ist noch längst nicht alles: Nur wer sich in entsprechenden Onlinekreisen aufhält, hat schon mal davon gehört, wie schlimm es werden kann. Ein Großteil der Menschen fällt immer noch aus allen Wolken, wenn sie über das reale Ausmaß von Online-Harassment (wörtlich: Belästigung, Schikane. Aber das trifft es nicht richtig.) informiert werden.

Der Erfolg des obigen Videos ist sicher auch damit zu erklären, dass es John Oliver schafft, ein so schwieriges Thema so gekonnt zu verpacken – und das vielen erst beim Anschauen klar wird, wie menschenverachtend manche Dinge sind, die im Netz geschehen.

Leider bleibt es dann meistens dabei, dass so ein Video geteilt, geguckt und dann wieder vergessen wird. Vielleicht hat deshalb Anne Wizorek gefordert:

Zufälligerweise habe ich diesen Donnerstag (also quasi heute) um 22:00 Uhr einen Blue Moon auf Fritz, dass ist eine zweistündige Talksendung, bei der Hörerinnen und Hörer – also ihr – anrufen und erzählen, diskutieren oder Fragen stellen können. Und diese zwei Stunden möchte ich für dieses Thema nutzen. Anita Sarkeesian hat mal gesagt:

Eines der krassesten Dinge, das ihr tun könnt, ist es Frauen zu glauben, wenn die von ihren Erfahrungen sprechen.

Ich würde den Blue Moon zur Verfügung stellen, damit genau das passieren kann: Betroffene zu Wort kommen lassen. Live, im Radio, ab 22:00 Uhr auf allen Frequenzen (und Streams) von Fritz:

BLUE MOON | DONNERSTAG | 25.06.2015
MIT MARCUS RICHTER

Revenge-Porn, Beleidigungen, Shitstorm, Todesdrohungen – Online-Belästigung ist nach wie vor ein großes Problem, vor allem für Frauen. Eine Lösung scheint nicht in Sicht, aber seit der US-Comedian John Oliver ein Video dazu veröffentlicht hat, wird wenigstens wieder über das Thema gesprochen.

Marcus Richter will im Blue Moon von Euch wissen, wie Ihr mit dem Thema umgeht. Seid Ihr schon mal belästigt oder bedroht worden? Wie kann man sich davor schützen oder dagegen wehren? Was können oder müssen Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter dagegen tun?

Ich hoffe auf (Eure) rege Beteiligung, suche aber, weil das ein schweres und schwieriges Thema ist, schon mal hier für den Anfang der Sendung noch Betroffene, die ihre Geschichte erzählen würden. Falls Ihr dazu gehört oder jemanden vorschlagen könnt:

Meldet euch! Entweder hier in den Kommentaren, per Mail oder auf Twitter. Oder ruft direkt in der Sendung an, ab 22:00 Uhr unter 0331/7097110. [Edit] Weil ich gerade noch darauf hingewiesen wurde: Ihr könnt natürlich auch unter Pseudonym teilnehmen oder die Form “Geschichten, die einer Freundin passiert sind” wählen.[/edit]

0 0 0

6 Comments

Filed under Ankündigung

12 Bilder vom 12. Juni

Jemand™ hat sich mal ausgedacht, dass man ja mal an einem Tag im Monat seinen Tag verinstagrammen und dann verbloggen könnte. Ich bin immer wieder durch Caspar darauf gestoßen worden. Und weil ich den Gedanken des persönlichen (Be)Schreibens eigentlich sehr sympathisch finde, aber da selten zu komme, nehme ich das als Gelegenheit, es in einem formalen Rahmen zu tun.

Heute in einer Cheat-Version. Vielleicht mach ich das später noch schön…

2.) Motividee von @dasnuf klauen. Bedauern, dass es nicht dasselbe ist. #12von12 A photo posted by @monoxyd on

3.) Kurzer Toast bevor es los geht. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

4.) #Yoga, wie mit Muttern. #12von12 A photo posted by @monoxyd on

5.) VIP-Essen. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

6.) Frau @VeraLi hatte Geburtstag! \o/ #Kuchen #Torte #🎂 A photo posted by @monoxyd on

7.) Vorarbeit für @breitband. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

8.) Sommer! #Eis #erdbeeren #12von12 A photo posted by @monoxyd on

9.) Sommer!!! #uludağ #12von12

A photo posted by @monoxyd on

10.) “Ein spannender, lustiger und informativer Tierfilm!” #12von12 #rabbit A photo posted by @monoxyd on

11.) Ich brauch eigentlich auch mal neue #Schuhe. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

12.) Muttern kocht! #12von12 #pizza #chefkoch #cuisine /von @bxnjxmxn A photo posted by @monoxyd on

Weitere #12von12 gibt es hier: Das Nuf (Bestimmt bald auch für Juni.) – Buddenbohm – LeitmediumFrau MierauDraußen nur Kännchen (Das Original). Habt ihr weitere Empfehlungen?

PS: Die Instagram-Embed-Funktion funktioniert meist nur mäßig und auf der Webseite kann man die Fotos nicht einfach so rechtsklicken, was ich relativ frustierend finde. Abhilfe schaffen mir normalerweise Iconosquare (Bilder) und Dredown (Videos).

0 0 0

1 Comment

Filed under webkrams, zwischendurch

Meerjungfrauen und Katholizismusparodie – Casually 000

ROOOAAAR von Advait "advaitphotographer" Murudkar unter CC BY

Es ist mal wieder Zeit für einen Neuanfang. Motivation: Dennis (Blog, Twitter), Iris (Podcast, Twitter), Rae (Blog, Twitter) und yours truly wollen podcasten. Am besten regelmäßig. Am besten irgendwas mit Spielen, Comics, Filmen, Netzkrams. So Zeug was uns unterhält, motiviert oder ärgert. Aber mit einem Anspruch: Leute mitnehmen, die noch keine Ahnung haben, aber interessiert sind.

Also quasi so eine Art Einführungsreise in unsere Kultur-, Unterhaltungs- und Metapopdiskussionsfilterbubble. Jedes Mal für alle und jedes Mal genau eine Stunde. Das Ergebnis könnte sich so wie hier anhören. Wenn wir und ihr damit halbwegs zufrieden seid, würden wir das gerne häufiger machen wollen. Was haltet ihr davon?

In Folge 0 haben wir noch keinen ordentlichen Vorspann, kämpfen ein bisschen mit der Technik und dem Format (wie sich das so gehört für einen Piloten) und haben uns über die folgenden Dinge unterhalten:

  1. Warum ist Saga eigentlich gerade der aktuelle Konsenscomic?
  2. Comixology oder Papier?
  3. Warum Kamala Khan eine tolle Ms Marvel ist.
  4. Das Spiel des Lebens
  5. Schöner Sterben mit Bloodborne
  6. Give us Roguelikes! (Curious Expedition, Hoplite, Microgue, Invisible Inc.FTL)

Bildnachweis: ROOOAAAR von Advait “advaitphotographer” Murudkar unter CC BY

0 0 0

13 Comments

Filed under Ex³, podcast

12 Bilder vom 12. (Mai)

Jemand™ hat sich mal ausgedacht, dass man ja mal an einem Tag im Monat seinen Tag verinstagrammen und dann verbloggen könnte. Ich bin immer wieder durch Caspar darauf gestoßen worden. Und weil ich den Gedanken des persönlichen (Be)Schreibens eigentlich sehr sympathisch finde, aber da selten zu komme, nehme ich das als Gelegenheit, es in einem formalen Rahmen zu tun.

Beim letzten #12von12 habe ich mich ein bisschen schwer damit getan, wirklich 12 Bilder hinzubekommen, deswegen bin ich am 11. extra lange wach geblieben. Nach Mitternacht zählt ja schon, nech?

1von12

Am Vorabend hatten wir nämlich eine neue Folge der Rechtsbelehrung aufgenommen, in der es um Schleichwerbung geht und ich war mit der Produktion bis nach Mitternacht beschäftigt. Das Gerät, was hier zu sehen ist, ist ein Kontrol F1 von Traktor, dass ich benutze um per Midi Ableton und Cubase anzusteuern. Ich feuere damit während der Sendung Intro, Outro und andere Audios ab und kann die Lautstärke von bestimmten Kanälen (alle Mikrofone vor Ort, zugeschaltete Gäste, Ableton und ein Klinkenkabel, an das Gäste ihre Geräte anschließen können) steuern. Ich erkläre das hier so genau, weil ich danach gefragt worden bin.

Der Podcast hat sich für mich doppelt gelohnt. Einerseits habe ich viel gelernt, andererseits habe ich seltsame Süßigkeiten bekommen.

2von12

Thomas Schwenke – mein Partner in Crime bei der Rechtsbelehrung – hatte mir aus Japan Kitkat in den absurdesten Geschmacksrichtungen (Wasabi und Cheesecake zum Beispiel) mitgebracht. Was die seltsam gelb-durchsichtige Flüssigkeit sein soll, habe ich bis heute nicht herausgefunden. Mag jemand probieren?

Das Frühstück musste spartanisch ausfallen, weil ich zu lange getrödelt hatte, als Ersatz lieferte mir mein Kiez aber wenigstens ein Tagesmotto.

3von12

 

Gesehen in einem Friseurladen um die Ecke. Noch einer von der alten Schule. Mit Hund und rauchender Friseuse. Vielleicht verwechsele ich das aber auch mit dem *anderen* altertümlichen unverhipsterten Laden im Viertel. Gehe hier aber trotzdem nur hin, wenn es sich nicht vermeiden lässt und bin ansonsten im Kücük Istanbul oder Double Dragon. Die Haare waren aber in dem Moment noch egal, weil ich mich eh noch mal hinlegen wollte.

4von12

Im Rahmen des “Man müsste mal mehr Sport machen” halte ich es jetzt immerhin schon seit 12 Wochen durch, regelmäßig zum Yoga zu gehen. Sehr zu empfehlen, viel bessere Trainerin als bei Bikram und ich hoffe, die Motivation hält noch eine Weile an. Von dort geht es direkt zum Funkhaus1.

5von12

Die andere vernünftige Sache, zu der ich mich seit ein paar Wochen diszipliniere ist: Weniger Auto fahren. Ich nutze dann meistens den öffentlichen Nahverkehr. Und bin immer wieder darüber erstaunt, wie rückständig das alles sein kann. Zum Beispiel habe ich schon mehrfach mit dem Gedanken gespielt, Tickets digital zu kaufen, aber dann immer wieder davon abgesehen, weil es keine 4er-Spar-Karten gibt. Dachte ich zumindest und stimmt auch für die App der BVG. Aber: Twitter hilft!

Das Timing zwischen Yoga und Redaktionssitzung lässt noch genau eine halbe Stunde Platz für Mittagessen. Im Deutschlandradio lohnt die sich tatsächlich – im Gegensatz zu vielen anderen Kantinen – sogar.

6von12

Dort gibt es nämlich neben den drei Standardgerichten2 immer auch ein VIP-Gericht3 Es gab “Vitello Tonnato mit Knusperkapern und Rucola”, das ist Putenbraten mit einer seltsamen Paste. Sehr, sehr lecker. Wohl gefüllt ging es auf zur Redaktionssitzung von Breitband.

7von12

War irgendwie keiner da, bis auf die geschätzte Kollegin Vera Linß und Chefin Jana Wuttke4. Dachten wir. Aber in dem Moment, in dem ich dieses Bild auf Instagram postete, wurde die Tür aufgestoßen und der Rest der Meute platzte in den Raum – die anderen hatten sich nebenan versteckt und mein Bild gesehen. Toll, dieses Social Media.

8von12

Nach der Redaktionssitzung gehen wir traditionell alle zusammen in die Kantine5 und die Chefin spendiert Kuchen. Dieses Mal sogar eine Extraportion als Belohnung für die Sendung zur re:publica 2015. (Gerne anhören, ich habe da auch einen Teil dazu beigetragen. Über Kinder. Jugendliche. Eltern. Also quasi alle, außer kinderlosen Erwachsenen.)

9von12

Auf dem Weg zurück gab es zur Belohnung noch ein Eis.6, wurde mir Microgue empfohlen. Find ich nicht ganz so hervorragend, aber immer noch sehr gut und habe es bis jetzt kein einziges Mal geschafft, dem Drachen zu entkommen. Grmpf.

12von12

Zum Abendprogramm besuchte ich mit der besten Kleinkunstdarbietungszuschauerin von Allen Fil, der im Babylon aus seinem Buch vorlas. Ich habe gelacht, bin zwischendurch einmal kurz eingeschlafen, war gut unterhalten und muss abschließend sagen: Früher war er besser. Nee, das ist Quatsch, aber ich glaube, mir gefallen seine Bühnenshows besser, als wenn er aus seinem Buch vorliest.

Das Buch “Pullern im Stehn” werde ich aber trotzdem mal anlesen, denn da gab es einige sehr genau beobachtete Szenen, die mich doch stark an Dinge erinnerten, die so ähnlich auch passiert sind. Apropos kleine Alltagsdetails: Mich sprechen ja solche kleinen Dinge wirklich an, auch wenn mir die beste Instagramfotografin von Allen mitteilte, dass ich damit wohl nie zu Social-Media-Ruhm gelangen werde. Aber es ist ein goldenes Schleifchen!

13von12

Weitere #12von12 gibt es hier: Das Nuf (Weiß auch was über das Pullern im Stehn.) – Buddenbohm (Sehr schöne Idee!) – LeitmediumFrau MierauDraußen nur Kännchen. Habt ihr weitere Empfehlungen?

PS: Die Instagram-Embed-Funktion funktioniert nur mäßig und auf der Webseite kann man die Fotos nicht einfach so rechtsklicken, was ich relativ frustierend finde. Abhilfe schaffen Iconosquare (Bilder) und Dredown (Videos).

 

0 0 0

  1. Die Leute, die dort arbeiten, nennen das wirklich so! []
  2. Dienstag gibt es immer irgendwas mit Hackfleisch. []
  3. Den Namen haben wir ihm gegeben, dass heisst nicht wirklich so. []
  4. aus Aluhutgründen(?) nicht im Bild []
  5. Jaja! So gut ist es da! []
  6. Welche Belohnung wofür, fragt ihr? DETAILS!)

    10von12

    Nachdem ich Hoplite wiederentdeckt habe ((Hallo Leitmedium! []

2 Comments

Filed under zwischendurch

Die Sache mit den Twitter-DM für alle

Liebes Internet, wir müssen mal reden.

Ich bin ja oft auf deiner Seite und nicke zustimmend, wenn du mal wieder forderst, dass man doch nicht jeden Mist erklären muss, schließlich sei ja diese und jene Information auf einen Mausklick zu finden. Das sei ja nicht so schwer, nicht wahr?

Ja, im Prinzip schon, aber als ich heute von der Arbeit kam, lief mir das hier über den Weg:

Krasse Nummer! Und das wo Twitter ja eh schon seit einiger Zeit gemahnt wird, dass es mal wegen der steten Trollerei und Hetze, die immer wieder vorkommt unternehmen soll.

Ja, das wäre in der Tat ein Kündigungsgrund, wenn einen jeder anschreiben könnte – gerade auf einem Medium, wo eigentlich gelernt ist, dass DM etwas sehr privates ist, im Gegensatz zu FB-Nachrichten oder Mail.

Aber, liebes Internet, das Problem ist gar nicht so schlimm, es ist nicht mal so vorhanden, wie du es in den Tweets schreibst. Guck:

“Now, Twitter said, the direct messages will operate for anyone who chooses to opt in to the feature. (…) Users can now turn on a setting that enables them to receive direct messages from anyone.”1cnet.com

Das ist übrigens genau der Artikel, der in all deinen Tweets, die auch reichhaltig retweeted wurden, verlinkt ist. Wir sind weiterhin cool, Internet, aber das nächste Mal, wenn du eine Horrormeldung retweetest oder jemand sagst, er solle doch selber recherchieren, erinnere dich bitte an diesen Moment. Wenigstens in einem von beiden Fällen, okay? Bitte? Danke. PS: Natürlich ist das eine Entwicklung, die man im Auge behalten sollte, weil sie später doch noch unschön geändert werden könnte.

Und: Das ist weit davon entfernt, eine perfekte Lösung zu sein. Ich persönlich hätte es ja lieber so eine Art “Reply-Mechanik”: Wenn ich Leuten eine DM schicke, die mir folgen, dürfen diese mir eine DM zurückschreiben, selbst wenn Sie mir nicht folgen.

Aber ich finde trotzdem, dass es nicht zuviel verlangt ist, keine Panikmache zu verbreiten. Oder?

0 0 0

  1. Hervorhebungen vom Autor []

8 Comments

Filed under webkrams, zwischendurch