Monthly Archives: February 2011

Liebes Posterous, ich bin dann mal weg. Warum?

Ich hab dich erst vor ein paar Wochen kennengelernt. Na, das ist eigentlich gelogen, der Account fliegt schon seit ein paar Monaten rum, aber unser erstes richtiges Date war erst vor ein paar Wochen. Ich war begeistert. 

Übersichtliches Standarddesign, Anbindung an alle wichtigen Dienste, Statistiken für den kleinen Egotrip und vor allem: Die Möglichkeit Podcasts hochzuladen. Die erste Enttäuschung war meine eigene Schuld: Ich dachte, es gibt unbegrenzt Speicherplatz, so wie bei Google. Aber dann hast du mir gesagt, es sei nur ein Gigabyte. Das ist viel für ein Blog, aber wenig für einen Podcast. 

Naja, meintest du, dafür seist du ja eh nicht da. Du seist halt so ein Social Blog Dienst, verstehste? Ich verstand. Konnte aber trotzdem nicht nachvollziehen, warum du mir keine richtigen Links zu den MP3s gegeben hast, die ich zwar bei dir hochgeladen hatte, aber von denen ich trotzdem irgendwie glaubte, dass sie mir gehören. 

Dann deine Webseite. Ich komme gut mit dem Interface zurecht. Aber dein Podcastplayer? Häßlich! Feeds für verschiedene Kategorien? Nö. Und dann hast mir etwas angetan, was ich für unmöglich gehalten habe. Du bist abgestürzt. Regelmäßig! Du warst noch langsamer als die Lotus-Mail-Software in meiner Firma. Das will was heißen, wir arbeiten nämlich mit einer Version, die kurz nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Betrieb genommen wurden. Auf Computern, die gleichzeitig mit den ersten Dampfmaschinen ausgeliefert wurden. 

Was soll ich sagen? Meine Ex hat angerufen, du weisst schon, ich hatte von ihr erzählt: WordPress. Hat mir ihre neuen Klamotten vorgeführt. Automatisches Update. Neues Podcasting-PlugIn. Herzeigbare Designs. Als mir dann noch ein Freund ein wenig Speicherplatz angeboten hat, auf dem ich die Podcasts lagern kann, war es schnell vorbei. 

Also dann, Posterous. Ich bin dann mal weg. Ich schaue vermutlich wieder vorbei, wenn der erste große WordPress-Wurm durch das Netz geht. Lass es dir bis dahin gut gehen. Und nimm ein bisschen ab, ich glaube, dass würde dir ganz gut tun. 

Cheers,

m.

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angespielt 004 – Nintendo 3DS (Vorschau)

Im Berliner Spreespeicher spielen Leute auf einer Vorabversion des Nintendo 3DS

Derzeit tourt Nintendo durch Deutschland und zeigt ausgewähltem Publikum den Nintendo 3DS vor. Ich war schon ganz heiß drauf, die Konsole die 3D ohne Brille kann, mal endlich live zu sehen. Einmal ist sie mir ganz knapp entwischt, denn auf der GamesCom 2010 habe ich keinen Termin mehr abbekommen.

Dieses Mal aber hatte ich eine hochoffizielle Einladung und durfte sogar noch einen Kollegen mitbringen. Nintendo-Fanboy und Fritz-Kollege Daniel Hirsch musste nicht lange überredet werden. Zusammen waren wir dann auf der Präsentation im Spreespeicher und haben dort Häppchen gegessen, einen einstündigen Vortrag ertragen gehört und durften schließlich endlich! auch 3DS ausprobieren.

Das Ergebnis war in allen 3 Kategorien überraschend. Leider ist das keine gute Nachricht, aber was das genau bedeutet, erfahrt ihr im Podcast. Es geht unter anderem um Suppe, Subsurface Scattering und Augenmuskelkater.

PS: Der Artikel über 3D-Kino, der erwähnt wurde, heisst: “Why 3D doesn’t work and never will. Case closed.

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Die Wahrheit 002 – Unsere Computer sind Scheiße. Oder: Grundlagen formaler Verifikation.

Defense is not dead. Why we will have more secure computers – tomorrow” hieß einer der Vorträge auf dem 27. Chaos Communication Congress, die von Anfang an auf meiner Liste standen. Das Versprechen sichererererer Computer bekommt man schließlich nicht alle Tage.

Der Vortrag von Andreas Bogk war interessant und gespickt mit Dingen, die ich mir gerade so merken, aber nicht sofort verstehen konnte. Lambda-Kalkül zum Beispiel. Oder mein persönliches Lieblingswortungetüm: Curry-Howard-Isomorphismus. Oder mit anderen Worten: Hä?

Grundidee ist: In Zukunft werden keine Programme mehr runtergeschrieben, sondern so formuliert, dass sie mathematisch beweisbar sind. Grob vereinfacht gesagt, gibt es im Idealfall keine Fehler mehr, jeder Zustand eines Programms ist wohldefiniert und vorhersehbar. Und falls nicht, sind die Rechner und zugrundeliegenden Systeme so sicher, dass nur das abstürzt, was gerade abstürzt. Sonst nichts.

Das hört sich natürlich ziemlich fantastisch an und ist bei weitem nicht so einfach. Andreas hat sich glücklicherweise die Zeit genommen, mich in seine Küche einzuladen und die Idee der Beweisbarkeit von Hard- und Software noch einmal ganz genau zu erklären. Nebenbei erfahrt ihr außerdem, warum die Computer, die wir heutzutage benutzen, aufgrund eines einzelnen Videospiels entstanden sind und dass der Begriff “Account” tatsächlich aus der Buchhaltung kommt.

Einen Cameoauftritt hatten in dieser Folge von Der Wahrheit außerdem der einzige Starcraft-2-Fan, der das Spiel noch mehr liebt, als mein Chef, sowie Coq und Coq. Andreas’ Literaturempfehlung zum tieferen Einstieg in das Thema: Benjamin Pierce – Software Foundations.

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angespielt 003 – Im Computerspielemuseum mit Andreas Lange

Endlich! Seit dem 21. Januar gibt es in Berlin einen festen Platz für das Computerspielemuseum. Ich war ehrlich gesagt sehr skeptisch, denn bis jetzt kannte ich solche Aktionen nur als “Ein paar alte Konsolen hinter Glaskästen”.

Das Computerspielemuseum ist mehr, am eindrucksvollsten ist, dass es zeigt, dass Computerspiele eine Kulturtechnik sind, die genauso zu uns und unserer Gesellschaft gehören, wie Radio, Fernsehen und Bücher.

Andreas Lange ist von der Idee eines Computerspielemuseums schon sehr lange begeistet und hat bereits einen Versuch an einem festen Platz und viele temporäre und Wanderausstellungen veranstaltet. Ich habe ihm am Tag der Eröffnung vor das Mikrofon gezerrt. Es geht um Kulturstiftungsgelder, Platzprobleme und – wer hätte das gedacht – Spiele, Spiele, Spiele.

Enjoy!

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Erschreckende Weihnachtserkenntnis

Und dann kommt der Moment, wo du, nachdem du den ganzen Tag von der wohlmeinenden Familie gemästet wurdest, nach Hause kommst und zu deinem eigenem Entsetzen feststellst, das du Hunger hast.

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angespielt 002 – Infinity Blade & Dungeon Hunter 2

Wir haben das große Gerät im Schrank gelassen und uns mit unseren iGeräten (gibt es dafür eigentlich einen guten Sammelbegriff?) auf das rote Sofa gesetzt, weil gerade sehr zweite interessante Spiele erschienen sind.

Infinty Blade ist das erste iGame, bei dem die Unreal-Engine in voller Größe und Pracht zum Einsatz kommt und Dungeon Hunter 2 bringt Multiplayer für Hack’n’Slay. Große Versprechen!

[PS: napdyn]

[PPS: Falls ihr weitergehende Erfahrungen mit dem Multiplayermode von Dungeon Hunter 2 habt: Her damit!]
[PPPS: Spielt einer von euch Golden Sun: Die dunkle Dämmerung?]

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Weise Worte zum #JMStV

Auf jeden Fall werde ich den Quatsch nicht mitmachen, so lange ich das Strafmaß für erträglich halte. (…) Da können die mich genau so gut zwingen, mir ein Hühnerkostüm anzuziehen. – @pattex

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Auf der Suche nach Audioschnittsoftware. Help wanted. Please RT.

Ich stehe gerade kurz davor, eine Audioschnittsoftware zu kaufen, die häßlich und teuer ist, aber eines sehr gut kann: Schnell Audios schneiden. Die Software um die es geht, heisst EasyTrack und wird von der Firma David Systems vertrieben. Die Firma arbeitet aber eigentlich nur mit großen Institutionen und ganzen Sendern, EasyTrack ist nur der Teil eines ganzen datenbankbasierten Audioverwaltungssystems. Und es wie gesagt häßlich. Trotzdem will ich es unbedingt haben. (Der Screenshot ist von der offiziellen Webseite zeigt die MultiTrack-Variante, aber für das Design ist es egal.

Warum? Es ist unheimlich praktisch. Ich habe schon mehrfach nach einem Ersatz gesucht. Bevor ich jetzt wirklich das Geld ausgebe, will ich ein letztes Mal nach einer Alternative suchen, falls ihr noch Vorschläge habt: Her damit. Die Anforderungen sind:

  • mindestens 3 Spuren in denen Audios bearbeitet werden können
  • eine Spur kann dabei mehrere Clips enthalte, die per Klick einfach verschoben werden können
  • alle Spuren können unabhänging und abhängig von einander bearbeitet und verschoben werden
  • ein einzelner Clip kann durch Rechtsklick in zwei Clips geteilt werden
  • Clips können in einem Dashboard abgelegt werden, dass nicht extra aufgeschaltet werden muss
  • visuelles Feedback bei Lautstärkeveränderung der Waveform
  • hinzufügen von Lautstärkeregelpunkten per Klick
  • platzsparende Darstellung der Waveform (mindestens Overlay der beiden Stereospuren auf eine einzelne Form)
  • Zoom per Mausrad (bei gedrückter Funktionstaste, ansonsten Bewegung durch das Audio)
  • Das alles in einem einzelnen Fenster, ohne das zusätzliche Fenster oder Arbeitsmodi durchgeschaltet werden müssen

Am Beispiel von Audacity ist sehr gut sichtbar, was das Problem beim Finden einer Alternative ist: Eine einzelne Spur nimmt viel Platz ein, weil eine Stereospur in zwei Kanälen angezeigt wird. Eine einzelne Spur enthält immer ein komplettes Audiosignal, Pausen müssen durch Einfügen von Stille gesetzt werden (wichtig, wenn man auf einer Spur den Sprechertext schneidet und auf der anderen die O-Töne). Das bedeutet aber, dass die einzelnen Teile nicht frei verschoben werden können. Wenn man einzelne Clips verschieben will, muss man den Modus wechseln.

Wenn ihr Vorschläge habt oder etwas über eine hier vorgestellte Software wisst, bei der ich bestimmte Funktionalitäten übersehen habe, wäre ich für Kommentare dankbar. Ich werde den Post in den nächsten Tagen stetig aktualisieren.

Audition
Software, die für den Mac derzeit in einer Gratis-Beta-Version verfügbar ist. Kann fast alles, fühlt sich aber träge an und nimmt durch die Standarddarstellung der Wellenform viel Bildschirmplatz weg. (OS X, Win)

Soundbooth
Ähnlicher Ansatz, muss noch getestet werden. (Win, OS X)

mp3DirectCut
Anscheinend älteres Programm, dass MP3s direkt bearbeitet. Singletrack, durchgehende Waveform. Installer ist unter Win7 kaputt, musste von hand extrahiert werden. (Win)

easyedit
Sieht ganz vielversprechend aus. Demoversion erlaubt aber nur Singletrack, durchgehende Waveform. (Win)

easyCUT
Die Reviews waren so schlecht, dass wir es gar nicht erst ausprobiert haben. (Win)

ardour
…to be tested… (OS X, Linux)

MixPad
Multitrack-Mixer. Erlaubt in einer Spur nur Lautstärkeanpassungen. Bearbeitung der Waveform in externem Singletrack Editor (Win, OS X)

 

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angespielt 001 – Gran Turismo 5

Das letzte Gran Turismo ist 5 Jahre her – wenn man mal von dem völlig inakzeptablen Prolog des aktuellen Teils absieht, mit dem Fans schon vor einiger Zeit 30 Zusatzeuro aus der Tasche gezogen wurden.

Warum einen Podcast dazu? Ich durfte das neue GT ja schon für Fritz testen, wollte mich aber noch mal ausführlicher darüber auslassen.

Und weil alleine podcasten doof ist, habe ich einfach meinen Kollegen Peter verhaftet und wir sind ein paar Runden gefahren:

[Der andere, weniger offizielle Grund für diesen Podcast ist, dass mein Besuch bei Alternativlos einen Kaufrausch ausgelöst hat. Jetzt muss natürlich eine Rechtfertigung für die ganze neue Audio-Hardware gefunden werden…]

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Die Besitzerin dieser Tasche hat mein T-Shirt bemängelt.

Was sagt man dazu?

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