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Blue Moon: Online Harassment

Wer sich im Internet bewegt und dazu noch eine Frau ist, muss damit rechnen, mit finsteren Morddrohungen, ekelerregenden Vergewaltigungsphantasien oder furchteinflössenden Eingriffen in die eigene Privatsphäre konfrontiert zu werden.

Aber das ist noch längst nicht alles: Nur wer sich in entsprechenden Onlinekreisen aufhält, hat schon mal davon gehört, wie schlimm es werden kann. Ein Großteil der Menschen fällt immer noch aus allen Wolken, wenn sie über das reale Ausmaß von Online-Harassment (wörtlich: Belästigung, Schikane. Aber das trifft es nicht richtig.) informiert werden.

Der Erfolg des obigen Videos ist sicher auch damit zu erklären, dass es John Oliver schafft, ein so schwieriges Thema so gekonnt zu verpacken – und das vielen erst beim Anschauen klar wird, wie menschenverachtend manche Dinge sind, die im Netz geschehen.

Leider bleibt es dann meistens dabei, dass so ein Video geteilt, geguckt und dann wieder vergessen wird. Vielleicht hat deshalb Anne Wizorek gefordert:

Zufälligerweise habe ich diesen Donnerstag (also quasi heute) um 22:00 Uhr einen Blue Moon auf Fritz, dass ist eine zweistündige Talksendung, bei der Hörerinnen und Hörer – also ihr – anrufen und erzählen, diskutieren oder Fragen stellen können. Und diese zwei Stunden möchte ich für dieses Thema nutzen. Anita Sarkeesian hat mal gesagt:

Eines der krassesten Dinge, das ihr tun könnt, ist es Frauen zu glauben, wenn die von ihren Erfahrungen sprechen.

Ich würde den Blue Moon zur Verfügung stellen, damit genau das passieren kann: Betroffene zu Wort kommen lassen. Live, im Radio, ab 22:00 Uhr auf allen Frequenzen (und Streams) von Fritz:

BLUE MOON | DONNERSTAG | 25.06.2015
MIT MARCUS RICHTER

Revenge-Porn, Beleidigungen, Shitstorm, Todesdrohungen – Online-Belästigung ist nach wie vor ein großes Problem, vor allem für Frauen. Eine Lösung scheint nicht in Sicht, aber seit der US-Comedian John Oliver ein Video dazu veröffentlicht hat, wird wenigstens wieder über das Thema gesprochen.

Marcus Richter will im Blue Moon von Euch wissen, wie Ihr mit dem Thema umgeht. Seid Ihr schon mal belästigt oder bedroht worden? Wie kann man sich davor schützen oder dagegen wehren? Was können oder müssen Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter dagegen tun?

Ich hoffe auf (Eure) rege Beteiligung, suche aber, weil das ein schweres und schwieriges Thema ist, schon mal hier für den Anfang der Sendung noch Betroffene, die ihre Geschichte erzählen würden. Falls Ihr dazu gehört oder jemanden vorschlagen könnt:

Meldet euch! Entweder hier in den Kommentaren, per Mail oder auf Twitter. Oder ruft direkt in der Sendung an, ab 22:00 Uhr unter 0331/7097110. [Edit] Weil ich gerade noch darauf hingewiesen wurde: Ihr könnt natürlich auch unter Pseudonym teilnehmen oder die Form “Geschichten, die einer Freundin passiert sind” wählen.[/edit]

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Herbstmusik gesucht

Heute Abend darf ich bei Fritz vertreitungsweise den Blue Moon für “Zwischenmenschliches” moderieren und weil es gerade so schön passt, möchte ich heute den Herbst einläuten:

Es ist wieder soweit: Die Tage werden kürzer und dunkler, statt Sonne Wolken und die Stimmung ist im Keller. Oder? Marcus Richter möchte im Blue Moon für Zwischenmenschliches mit Euch über die dunkle Jahreszeit sprechen. Habt ihr Herbstdepressionen und wenn ja, wie geht ihr damit um?

Verhaltet Ihr Euch Euren Freunden oder PartnerIn gegenüber anders? Oder habt ihr genug Sonne im Herzen um den Winter zu überstehen und könnt verraten, wie man das macht? Ruft an und erzählt es den anderen Fritz-Hörern und Marcus Richter im Blue Moon ab 22 Uhr.

Das ist natürlich eine Talksendung, aber ein bisschen Musik darf ich auch mitbringen. Falls ihr also Lieblingstitel habt, die zu eurer Herbststimmung passen: Gerne in die Kommentare oder wenn ihr Spotify habt, in diese Paylist.

PS: Jeder nur einen Song.
PPS: Und wenn ihr schöne Herbstgeschichten oder Dunkelbluesvermeidungsstrategien habt, freue ich mich natürlich, wenn ihr heute Abend anruft. 0331/7097110

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Wieso sprecht ihr nicht über …?

A Thoughtful Discussion by  Robert S. Digby

“A Thoughtful Discussion” by Robert S. Digby

Wenn ich bei Fritz Talksendungen moderiere1, kommt häufig die Frage: Warum redest du heute eigentlich nicht über dieses politische Ereignis/dieses Thema, das mich gerade persönlich betrifft/jenes ganz ähnliche Ding, das ich aber wichtiger finde, als das was gerade im Radio läuft?

Die Antwort auf dieser Frage lautet2, dass Themenauswahl für einen Radiosender mit Vollversorgungsauftrag nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Die Farbe der Lieblingssocken hat langfristig gesehen dieselbe Berechtigung wie ernsthafte Politik.

Aber ab und zu gibt es Gelegenheiten, wo ich freie Hand habe3 und heute ist so ein Tag:

Im Blue Moon, der heute zwischen 22:00 und 00:00 Uhr bei Fritz gesendet wird, unterhalte ich mich mit Euch und anderen  Hörern über die Themen, die die Anrufer mitbringen. Das kann wirklich alles sein: Politik, die über Weihnachten verloren gegangen ist; ein Thema, dass euch schon lange auf den Nägeln brennt, aber über das ihr sonst nirgendwo reden wollt oder etwas, dass ihr euch schon lange auf diesem Sendeplatz gewünscht habt.

Falls Ihr jetzt schon Vorschläge habt, schreibt mir hier oder unter dingens(at)monoxyd.de oder ruft nachher unter 0331/7097110 an.

Bild: “A thoughtful discussion” by Robert S. Digby unter (CC BY-ND 2.0)-Lizenz

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  1. vor allem die Mittagssendung []
  2. vor allem für die Mittagssendung []
  3. das gilt nicht nur für die Mittagssendung, auch im Blue Moon habe ich normalerweise den Auftrag, mich mit einem bestimmten Themengebiet zu befassen []

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Sendepause

Nicht, dass ihr euch Sorgen macht: Hier ist bis Jahresende Sendepause. Im Januar geht es dann wieder weiter. Alles gut, nur gerade ein bisschen viel, deswegen hab ich mich entschlossen, hier mal eine kurze Pause einzulegen. Wie gesagt: 2014 werden dann wieder Hosen ausgezogen. Oder an? Mal sehen…

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Ideen und Konzepte gesucht: Post-Prism-Lebens-Strategien

Oder: Ich habe Angst. Was nun?

Prism1. Die Enthüllungen sind jetzt eine Weile her, die Luft aus dem Skandalluftballon beginnt langsam zu entweichen und ich fühle mich etwas ratlos zurückgelassen, weil es eigentlich auf jeder Ebene nur offene Fragen, aber keine Antworten gibt.

(Update: Ich hab den Podcast, für den dieser Artikel geschrieben wurde mal an den Artikel angehängt. Falls euch das interessiert: Ladet ihn schnell runter, der wird in einer Woche depubliziert.)

Politik: Wir haben also einen Innenminister, der das Supergrundrecht Sicherheit ausruft, dass alle anderen Rechte aussticht. Wir haben einen Kanzleramtschef, der Kraft seiner Wassersuppe erklärt, dass alles super ist, weil das in einem Brief steht, den die Verdächtigen geschrieben haben. Und wir haben jede Menge Politiker, die sich gar nicht äußern. Warum mir das nicht passt? Weil meinem Gefühl nach eine Grenze ohne Rückreise überschritten wurde. Durch (welche) Algorithmen (auch immer) Menschen in Profile kategorisieren und dann gegebenenfalls aussieben war noch nie eine gute Idee. Wird aber über kurz oder lang passieren. Oder passiert vielleicht schon. Aber keinen interessiert es? Was ist da los?

Nicht-Nerds: Obwohl ich mit Erstaunen feststelle, dass sich der Messenger Threema seit mehreren Wochen in den Top-20 der iOS-Charts hält und ich auch immer wieder mal Anfragen bekomme, erlebe ich doch nach wie vor, dass “Ich habe nichts zu verbergen./Mir wird schon nichts passieren.”-Meinung vorherrschend ist. Warum mir das nicht passt? Weil ich mich frage, was überhaupt passieren muss, bevor ein größerer Teil der Bevölkerung aufwacht. Mir würde ja schon ähnliche Aktivität wie zu Beginn des Vorratsdatenspeicherungsprotestes ausreichen, aber da passiert einfach gar nichts. Was ist da los?

Nerds: Bleiben wir bei Threema, weil es gerade der etablierte Dienst unter den wenigen Angeboten ist, die gerade auf den Markt kommen oder gekommen sind. Ich beobachte zunehmend, wie sich Nerds darin gefallen, zu bemängeln, dass der Dienst nicht hundertprozentig sicher ist – ohne zu erklären, dass er aber einen ganz entscheidenden Schritt in die richtige Richtung geht. Warum mir das nicht passt? Weil es mir so vorkommt, als sei es wichtiger Recht gehabt zu haben und es besser zu wissen, anstatt das (kleine) Momentum zu nutzen, dass wir gerade haben und sichere Dienste soweit zu pushen wie es eben geht. Was ist da los?

Und noch mehr Fragen: Lohnt es sich die Kommunikation zu sichern, wenn doch die Metadaten so gefährlich sind? Welche Dienste sollte man aufgeben, welche kann man weiternutzen und mit welchem Maß an Überwachung müssen wir leben? Wie können wir Politik stärker in Verantwortung nehmen? Kann ich noch ohne Angst vor Repressalien in die USA einreisen? Ist die USA mittlerweile ein Staat, dem mal ernsthaft auf die Finger geklopft gehört? Wie real ist Bradley Mannings Entschuldigung? Mache ich mir zu viele Gedanken? Wo ist der Grat zwischen Aufklärung und Nerverei?

Alles unbeantwortete Fragen, die mir wie gesagt Angst machen. Keine konkrete Angst. Am ehesten vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man zu einem besoffenen, gewalttätigen Vater nach Hause kommt: Es ist gruselig, es kann mit ein bisschen Pech auf jeden Fall sehr, sehr weh tun, es wird auf jeden Fall irgendwann sehr, sehr weh tun, aber vielleicht schläft er auch nur. Geht das nur mir so?

Um das alles in einer Frage zusammenzufassen: Was hat sich durch Prism, Tempora & Co für euch verändert? Darüber möchte ich heute Abend öffentlich im öffentlich-rechtlichen Radio reden. Am liebsten mit euch unter 0331/7097110 ab 22:00 Uhr. Aber wenn euch das nichts ist auch gerne hier in den Kommentaren, auf Twitter oder im Geheimchat.

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  1. Jaja. Ist nur ein Teil. Aber eben doch auch der Sammelbegriff, ne? []

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HSBM #27 – The End Is Near!

Vor einigen Jahren habe ich mich mal mit Christoph Schrag über einen Shadowrun-Roman unterhalten, der bei mir auf dem Schreibtisch lag. Rollenspiele, so stellten wir fest, hatten wir früher beide gespielt, aber irgendwie aus den Augen verloren. Aber, da waren wir uns schnell einig, so etwas müsste man eigentlich mal im Radio machen.

So eine Art Hörspiel, bei der die Hörer mitspielen. Im Gegensatz zu Ratekrimis sollte es aber echte Entscheidungsmöglichkeiten jenseits von gut oder falsch geben – das Radiorollenspiel war geboren. Die Anfänge waren holprig, aber die Idee überlebte die Startschwierigkeiten und hatte bald als Hörspiel-Blue-Moon eine feste kleine, aber feste Fangemeinde.

Nach einer Weile widmete sich Christoph anderen Sachen und seine Stelle als Sprecher und Schreiber nahm Daniel Hirsch ein, mit dem ich seitdem die Geschichten entwickelt habe, außerdem gehören als Sprecher Magdalena Bienert und Mats Leubner, sowie als Soundtüftler Sebastian Simmert zum festen Team.

Wie es mit allen guten Geschichten ist, wird auch diese ein Ende finden – für mich zumindest. Die nächste Folgedes Hörspiel-Blue-Moons “Der Galapagos-Reaktor”, die am 4. Oktober gegen 22:00 Uhr steigen wird, habe ich zwar noch mitentwickelt und werde auch als Sprecher dabei sein, die Moderation und Spielleitung wird aber erstmals Daniel übernehmen.

Fritz wird aufgrund dieser Sendung entscheiden, ob es das Radiorollenspiel in dieser Form noch weiterhin geben wird, deswegen ist es heute noch wichtiger als in allen anderen Sendungen, dass wir viele gute Anrufe haben. Falls ihr also schon immer mal beim Hörspiel-Blue-Moon mitspielen wolltet, ist heute eine gute Gelegenheit.

Ihr könnt mir gerne eine Mail an rspradio(att)monoxyd(dott)de schreiben, dann setzen wir euch auf die Spielerliste und rufen euch im Laufe der Sendung an.

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Freiheit oder Sicherheit?

Es war ja grade wieder elfter September. Kein runder Jahrestag, der deswegen auch nur sparsam in den Medien aufgetaucht ist. Wie tief dieser Tag mittlerweile in uns verwurzelt ist, zeigt schon, dass ich gar nicht dazu schreiben muss, dass es um die Terroranschläge geht. Dabei ist es nicht nur ein Gedenktag, es ist auch der Tag, an dem eine neue Angst zur Hauptmotivation von Gesetzen wurden: Die Angst vor dem Terrorismus.

Egal ob es um technische Infrastruktur oder die Bevölkerung geht: Der Trend ging in den letzten Jahren – und geht immer noch – zu mehr Überwachung, drastischeren Mitteln und einem Lebensgefühl, dass ich an dieser Stelle als Militarisierung des Alltags bezeichnen möchte. Die Fronten sind dabei klar: Auf der einen Seite, die Apologeten, die für einen Sicherheitsgewinn scheinbar alles zu geben bereits sind. Auf der anderen Seite die Apokalyptiker, die den Untergang des westlichen Abendlandes und einen Neuanfang in einer orwellschen Diktatur befürchten.

Im heutigen Blue Moon möchte ich diese große Diskussion gerne auf eine persönliche (aber dennoch politische) Ebene ziehen und von euch wissen, welche Rolle diese Gesetze zu unserer angeblichen(?) Sicherheit und die angeblichen(?) Bedrohungen in eurem Leben spielen.

Fühlt ihr euch durch die Gesetze sicher? Fühlt ihr euch vom Staat bedroht? An welchen Stellen brauchen wir noch mehr Sicherheit? Welche Bedrohungen sind für euch blanker Quatsch? Seid ihr schon mal Opfer der neue Sicherheitspolitik geworden (bei Flügen in die USA, auf Demos, im Netz)?

Zur Einstimmung habe ich ein paar Auflistungen der gängigsten Gesetze erfragt:

Updates/Related:

Den Rest möchte ich dann heute von euch auf Fritz wissen, ab 22:00 Uhr könnt ihr unter 0331/7097110 an der Talksendung Blue Moon teilnehmen. Falls ihr knapp bei Kasse seid, könnt ihr mir auch eure Nummer zukommen lassen, dann rufen wir zurück. Und falls ihr gar nicht reden mögt, aber trotzdem Anregungen und Ergänzungen habt: Wissen schon. Kommentare und so….

PS: Wenn noch die Zeit bleibt, lässt sich das Thema auch noch ausweiten: Sicherheit wird uns ja auch im Konsum versprochen. Auch hier kann die Technik als gutes Beispiel herhalten: Virenprogramme versprechen Sicherheit, kosten Geld und nehmen eine Angst, die für viele von uns dennoch theoretisch ist. Auch Spieler können von “sichereren” Strukturen erzählen: Wäre es vor Jahren noch undenkbar gewesen, jedes Spiel online registrieren zu müssen, zählt der Valve-Dienst Steam heute zu den Guten. Auch wenn hier das Versprechen vielleicht eher Komfort als Sicherheit verspricht, lässt sich doch ein Vergleich ziehen: Ein komfortabler Käfig, der zumindest auf einer abstrakten Ebene den Sicherheitsgesetzen gleicht. Wie wohl fühlt ihr euch darin?

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Gadgeteria, unite!

Neulich sollte ich im Rahmen der IFA zusammenfassen, wie es gerade auf dem Tabletmarkt aussieht. Klar, Anlass war das Erscheinen des Google Nexus 7, auf dass ich immer noch warte, weil es DHL verschlampt hat, aber ich schweife ab. In der Besprechung wurde mir auf jeden Fall die Frage gestellt: “Wenn ich schon einen Laptop und ein Smartphone habe, brauche ich dann noch ein Tablet?”

Mal abgesehen davon, dass die Antwort auf diese Frage ein entschiedenes “Jein”1 ist schon die Grundannahme etwas seltsam. Ja, ich habe Laptop und Smartphone. Aber ich gehe nicht davon aus, dass das die größere Realität außerhalb meiner Filterbubble ist.

Außerdem ist bei mir im Umkreis die Kombination MacBook und iPhone2 sehr häufig. Und mich würde langsam mal interessieren, wie das technische Sammelsurium der geneigten Leser tatsächlich aussieht.

  • Was habt ihr alles an Geräten?
  • Was für eine Rolle spielen Geschichten wie der Streit zwischen Samsung und Apple?
  • Wie häufig tauscht ihr euren technischen Fuhrpark aus?
  • Für welches Betriebssystem habt ihr euch entschieden und warum?
  • Wie wichtig sind euch bestimmte technische Merkmale/Schnittstellen?
  • Habt ihr ein Tablet? Wenn ja: Wozu benutzt ihr es?

Fernseher! Ich vergesse immer, dass es ja auch noch Fernseher gibt! Habt ihr einen? Wenn ja, was macht ihr damit?

  • Wie sieht die Zukunft der kleinen Computer für euch aus?
  • Interessieren euch die 7″-Tablets? Was ist der perfekte Formfaktor?

Meine Prognose: Ein flaches Laptop oder Tablet mit Anstecktastatur und Touchpad und ein Smartphone. Aber das sage ich nur, weil ich das gerne selbe so hätte. Wie sieht es bei euch aus? Ich mache heute Abend dazu einen Blue Moon und eure Meinung würde mich hier in den Kommentaren, nicht im Geheimch.at. aber auf jeden Fall unter 0331/70 97 110.

PS: Auch gerne weitere Fragen stellen, die ich mit in die Liste aufnehmen würde.

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  1. Wenn du zu viel Geld hast und darauf bestehst, ein zusätzliches Gerät zum Sofasurfen zu brauchen: Ja. Ansonsten: Nein. []
  2. seltener: Macbook und Android []

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Gesucht: Drei Sprecherinnen

SUCHEN: Talentierte Stimmen. BIETEN: Verpflegung und ewige Dankbarkeit. 

Wir suchen für ein Hörspiel kurzfristig drei Specherinnen, die am 10. August zwischen 10 und 16 Uhr in Hamburg-Lokstedt eine Rolle spielen können. “Abschied” ist ein No-Budget-Projekt, welches beim NDR von Helena und Maike im Rahmen ihrer Ausbildung zum Mediengestalter Bild/Ton produziert wird. Der Text stammt von Daniel (bekannt aus angespielt & Rollenspielradio) und mir. Ich werde dort außerdem Regie führen.

Das Endergebnis wird  eine Länge von ungefähr 20 Minuten haben und wird vielleicht beim NDR, aber auf jeden Fall im Rollenspielradio gesendet werden.

Grobe Rollenbeschreibung:
Ärztin: älter als 28 Jahre, professionell-locker, kurz angebunden.
Schwester: jünger als 28Jahre, traurig, liebevoll, leichtfüßig.
Mutter: älter als 40 Jahre, bodenständig, nachsichtig, unter Druck.

Die Aufnahmen werden jeweils etwa 2 Stunden (10-12, 12-14, 14-16) dauern. Falls Ihr Interesse habt, meldet Euch bitte unter crew-united(et)monoxyd(ponkt)de.

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Diskussionsbedarf: Sexismus

Immer wieder flammt die Diskussion um Sexismus durch das Netz und ich habe damit ein Problem. Nicht so sehr, weil ich einen bestimmten Standpunkt vertrete, sondern weil das Gelände derart vermint ist, dass niemand frei darüber sprechen kann, ohne zu befürchten, entweder von der einen Seite schmierige Kommentare oder von der anderen Seite eins in die Fresse zu bekommen.

Alles in allem eine frustrierende Erfahrung für alle Seiten, nehme ich an, außer für die Extrem-Sexisten, die machen nämlich einfach nur den nächsten Lattenspruch und wenden sich dann wieder ihrem Tagesgeschäft zu. Der Rest – so zumindest meine Einschätzung – beisst sich entweder in einer extremen Weltsicht fest…

Nachgereichte Klarstellung:
Das heisst mitnichten Antisexisten == Extremisten. Das heisst: Ich beobachte Diskussionen in meinem Umfeld und das ist mein ganz privates Erleben, dass ich im Umgang mit diesem Thema habe. Und ich höre von Freunden und Bekannten – gerade auch solchen, die sich mit dem Thema beschäftigen – dass es Ihnen ähnlich geht. Das ist meiner Meinung nach ungesund und bringt dem Thema nichts und ich würde in der Sendung all denjenigen Leuten, denen es ähnlich geht, zeigen wollen, dass es wohl eine angemessene, konstruktive Diskussion geben kann.

…oder beschließt, sich  – nach ein paar anstrengenden Diskussionen – vom Thema fern zu halten. Damit passiert vor allem eins: Gar nichts. Und das finde ich schade.

Ich überlege schon seit einiger Zeit einen Podcast zum Thema zu machen, bin aber bis jetzt nicht dazu gekommen. Die gesammelten Themen der letzten Tage1 haben mir den Anstoß gegeben, dass Thema im Blue Moon auf Fritz zu behandeln.

Dieser Blogpost dient auch ein bisschen der Kommentarsammlung für Leute, die mich eher aus dem Netz kennen und sich nicht mit dem etwas umständlichen Kommentarfeld auf der Sendungsseite auseinandersetzen wollen. Ihr seid natürlich trotzdem herzlich eingeladen, dort zu kommentieren, ich werde nach Möglichkeit während der Sendung alle Kanäle im Auge behalten.

Zum Einstieg ein paar Fragen, die ich während der Sendung stellen möchte:

  1. Ist die Thomann-Werbung objektiv oder subjektiv sexistisch?
  2. Warum bekommt Anita Sarkeesian soviel Hass, weil sie aufklärerische Videos machen will?
  3. Was hilft gegen solche Anmachen?2
  4. Wie beurteilt ihr das Spiel Lollipop Chainsaw?

Weil das ganze ein schwieriges Thema ist, werde ich eine Regel aufstellen, deren Einhaltung ich gnadenlos subjektiv bewerten und durchziehen werde: Kein Hate. (Egal in welche Richtung. Wenn ich den Eindruck habe, dass du nur mit Schaum vor dem Mund rumgeiferst, bist du raus. Dazu zählt auch zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Meinungen haben können.)

PS: Ab und zu höre ich in Diskussionen: “Das will ich nicht erklären, dass hast du dir gefälligst selbst anzulesen.” Abgesehen davon, dass ich das eine anstrengende Einstellung finde, gilt das heute Abend nicht. Diese Sendung findet für ALLE Menschen statt, insbesondere also auch die, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, es aber wollen.

Update – Positivbeispiel: Scheinprobleme hat mir für den manchmal zu beobachtenden scharfen Tonfall eine (für mich sehr einleuchtende) Erklärung per Mail gegeben3:

Diese Klavierwerbung ist ja für sich genommen nicht katastrophal. Gut, der Kopf ist nicht zu erkennen, aber es ist kein totaler Sexismus Overkill. Ich finde sie z.b. ganz “hübsch”. Bin mir sicher, dass ist die “gängige” Meinung. Das Ganze gilt natürlich nur solange, man es für sich nimmt, das Bild unabhängig vom Kontext betrachtet.

Beginnt man aber einen weiter entfernten Standpunkt einzunehmen und die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge, die Konsequenzen aller solcher Bilder und Geschichten und die gesamte Geschichte der Unterdrückung der Frau (kann man nicht schönreden) mit einzubeziehen, ist auch so ein einzelnes Bild eben doch eine Katastrophe. Weil es eben eine immer währende Bestätigung des Althergebrachten ist und leider auch eine Fortführung, und eine nächste Generation wird in solchen Irrglauben aufwachsen und so weiter. Und ich glaube, das ist der Standpunkt den die “Radikalen” für Aussenstehende, also für Menschen die vielleicht nicht immer “alles” im Blick haben, einnehmen.

Folgende Artikel sind heute im Laufe des Tages noch bei mir eingeschlagen und meiner Meinung nach lesenswert:

Technische Hinweise:
Ich werde während der Sendung im Freenode-Kanal #duerfenwirnicht idlen. Ihr könnt gerne mit dazu kommen. Falls ihr mir Nachrichten schreiben wollt, tut das per Direktchat, ich kann während der Sendung nicht die ganze Zeit alles lesen. Achtung: Das ist kein offizieller Fritzchat, der ist also nur dann moderiert, wenn ihr das selber organisiert! 

Wenn ihr wollt, dass ich eure Twitternachrichten während der Sendung lese, benutzt bitte das Hashtag #sxbmn.

Die sicherste Variante, dass eure Meinung/Meldung/Kommentar in der Sendung zu hören sein wird, ist aber anzurufen. Ihr könnt das Studio unter 0331/7097110 erreichen. Seid mit dem Redakteur geduldig, der hat alle Hände voll zu tun, ruft euch aber gerne zurück, ansonsten fallen normale Festnetzgebühren an.

Post Skriptum:
Die Shownotes haben ebensolche zur Sendung angefertigt. Vielen Dank! Und bei Fritz.de gibt es jetzt auch den Podcast der Sendung, den ich euch auch hier eingebunden habe.

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  1. Thomann, Femfreq, Fat, Ugly or Slutty, LollipopChainsaw []
  2. Ich würde hier auch gerne jemand hören, der so was schon einmal gemacht hat. Alleine um den Gedankengang nachzuvollziehen, der zu so etwas führt. []
  3. Ich poste das hier mit ihrem Einverständnis []

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