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12 Bilder vom 12. (Mai ’16)

Jemand™ hat sich mal ausgedacht, dass man ja mal an einem Tag im Monat seinen Tag verinstagrammen und dann verbloggen könnte. Ich bin immer wieder durch Leitmedium darauf gestoßen worden. Und weil ich den Gedanken des persönlichen (Be)Schreibens eigentlich sehr sympathisch finde, aber da selten zu komme, nehme ich das als Gelegenheit, es in einem formalen Rahmen zu tun.

 

Alles beginnt damit, dass ich beim ersten Blick auf mein Handy feststelle, dass das neue Instagram-Logo wirklich so schlimm aussieht, wie alle sagen.

Ich grübele schon die ganze Zeit, wie ich den Spieletest für Deutschlandradio Kultur heute gestalten soll. Auf diesem Treppenabsatz kommt mir die zündende Idee.

Habe wichtigen Termin, fahre früher als gewöhnlich los, stehe trotzdem überlang im Stau. :/


Die nächste Hiobsbotschaft: Mein mobiles Datenvolumen ist aufgebraucht. Na das kann ja heiter werden.


Nachdem der wichtige Termin und die Vorbereitung für Deutschlandradio Kultur super liefern, scheitere ich in der Mittagspause an der letzten Karte in einer Partie Cardcrawl.


Der Auftritt in der Sendung “Kompressor” zum subversiven Potential von Computerspielen habe ich auch hinter mich gebracht, damit ist Feierabend.

Während ich mich zum gemeinsamen Eis Essen auf den Weg mache, versuche ich einmal so zu fotografieren wie Kosmar.

Das Milchreiseis ist so lecker, dass ich ganz vergesse, dass ich es fotografieren wollte. Ups.

Noch schnell einkaufen. Kein Problem. Wir wissen ja genau, was wir wollen. Und sind es auch gewohnt, den schreienden Miniminion an einem Fuß durch den Supermarkt zu ziehen. Dauert nur fünf Minuten!

Weil ich befürchte, die 12 Bilder nicht alleine zu schaffen, gebe ich dem Mittelminion den Auftrag mir ein Bild zu machen. Es zeigt mir seine Höhle und meint ich soll dazu schreiben: “Seit fünf Tagen immer noch nicht aufgeräumt!”

Ich versuche seit Wochen diesen Container in schön zu fotografieren, weil er in der Abendsonne immer so schön orange strahlt. Die Kamera kann es nicht einfangen, ich muss die Sättigung des Bildes erhöhen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. (Jaja, so wird das nie was mit dem Instagram-Ruhm.)

Und zum Abschluß endlich die Folge Game of Thrones schauen, die mir schon vor einer Woche gespoilert wurde. Von meinem iPhone.

Weitere #12von12 gibt es bei Draußen nur Kännchen (Das Original™ und eine Sammelliste). Nächsten Monat gibt es vielleicht wieder 12 von 12 auf meinem Instagram-Account und/oder Twitter.

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12 Bilder vom 12. Juni

Jemand™ hat sich mal ausgedacht, dass man ja mal an einem Tag im Monat seinen Tag verinstagrammen und dann verbloggen könnte. Ich bin immer wieder durch Caspar darauf gestoßen worden. Und weil ich den Gedanken des persönlichen (Be)Schreibens eigentlich sehr sympathisch finde, aber da selten zu komme, nehme ich das als Gelegenheit, es in einem formalen Rahmen zu tun.

Heute in einer Cheat-Version. Vielleicht mach ich das später noch schön…

2.) Motividee von @dasnuf klauen. Bedauern, dass es nicht dasselbe ist. #12von12 A photo posted by @monoxyd on

3.) Kurzer Toast bevor es los geht. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

4.) #Yoga, wie mit Muttern. #12von12 A photo posted by @monoxyd on

5.) VIP-Essen. #12von12

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6.) Frau @VeraLi hatte Geburtstag! \o/ #Kuchen #Torte #🎂 A photo posted by @monoxyd on

7.) Vorarbeit für @breitband. #12von12

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8.) Sommer! #Eis #erdbeeren #12von12 A photo posted by @monoxyd on

9.) Sommer!!! #uludağ #12von12

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10.) “Ein spannender, lustiger und informativer Tierfilm!” #12von12 #rabbit A photo posted by @monoxyd on

11.) Ich brauch eigentlich auch mal neue #Schuhe. #12von12

A photo posted by @monoxyd on

12.) Muttern kocht! #12von12 #pizza #chefkoch #cuisine /von @bxnjxmxn A photo posted by @monoxyd on

Weitere #12von12 gibt es hier: Das Nuf (Bestimmt bald auch für Juni.) – Buddenbohm – LeitmediumFrau MierauDraußen nur Kännchen (Das Original). Habt ihr weitere Empfehlungen?

PS: Die Instagram-Embed-Funktion funktioniert meist nur mäßig und auf der Webseite kann man die Fotos nicht einfach so rechtsklicken, was ich relativ frustierend finde. Abhilfe schaffen mir normalerweise Iconosquare (Bilder) und Dredown (Videos).

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Die Sache mit den Twitter-DM für alle

Liebes Internet, wir müssen mal reden.

Ich bin ja oft auf deiner Seite und nicke zustimmend, wenn du mal wieder forderst, dass man doch nicht jeden Mist erklären muss, schließlich sei ja diese und jene Information auf einen Mausklick zu finden. Das sei ja nicht so schwer, nicht wahr?

Ja, im Prinzip schon, aber als ich heute von der Arbeit kam, lief mir das hier über den Weg:

Krasse Nummer! Und das wo Twitter ja eh schon seit einiger Zeit gemahnt wird, dass es mal wegen der steten Trollerei und Hetze, die immer wieder vorkommt unternehmen soll.

Ja, das wäre in der Tat ein Kündigungsgrund, wenn einen jeder anschreiben könnte – gerade auf einem Medium, wo eigentlich gelernt ist, dass DM etwas sehr privates ist, im Gegensatz zu FB-Nachrichten oder Mail.

Aber, liebes Internet, das Problem ist gar nicht so schlimm, es ist nicht mal so vorhanden, wie du es in den Tweets schreibst. Guck:

“Now, Twitter said, the direct messages will operate for anyone who chooses to opt in to the feature. (…) Users can now turn on a setting that enables them to receive direct messages from anyone.”1cnet.com

Das ist übrigens genau der Artikel, der in all deinen Tweets, die auch reichhaltig retweeted wurden, verlinkt ist. Wir sind weiterhin cool, Internet, aber das nächste Mal, wenn du eine Horrormeldung retweetest oder jemand sagst, er solle doch selber recherchieren, erinnere dich bitte an diesen Moment. Wenigstens in einem von beiden Fällen, okay? Bitte? Danke. PS: Natürlich ist das eine Entwicklung, die man im Auge behalten sollte, weil sie später doch noch unschön geändert werden könnte.

Und: Das ist weit davon entfernt, eine perfekte Lösung zu sein. Ich persönlich hätte es ja lieber so eine Art “Reply-Mechanik”: Wenn ich Leuten eine DM schicke, die mir folgen, dürfen diese mir eine DM zurückschreiben, selbst wenn Sie mir nicht folgen.

Aber ich finde trotzdem, dass es nicht zuviel verlangt ist, keine Panikmache zu verbreiten. Oder?

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  1. Hervorhebungen vom Autor []

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Kurze Frage: Mailprogramm am VPN vorbei routen?

http://monoxyd.de/20140810-ohm-008-ohne-heftige-mangel

Ich habe da ein kleines Problem. Seit neuestem benutze ich ein VPN und zwar Dank einer Empfehlung von @municode Private Internet Access. Die dazugehörige Software kann alles, was ich will: Zuverlässig die Verbindung aufbauen und falls die Verbindung scheitert, den Netzzugang für die Programme auf meinem Rechner vollständig sperren1. Was ganz praktisch ist, wenn man sich in seltsamen Netzen aufhält2.

Das Problem: Die meisten Mailserver nehmen über das VPN keine ausgehenden Mails entgegen. Ich kann verstehen, dass man das so macht um den eigenen Mailserver vor Spam zu schützen, aber ich frage mich jetzt, wie ich das Problem lösen kann, ohne jedes Mal, wenn ich eine Mail schicken will, dass eine VPN aus und ein anderes an zu machen3.

Die offensichtliche Lösung wäre im Mailprogramm irgendeinen Proxy einzurichten. Hat da jemand eine Empfehlung? Oder vielleicht sogar eine ganz andere Lösung? Wäre über hilfreiche Hinweise sehr dankbar.

[Update: Selber googlen macht schlau. m) Der VPN-Provider blockt SMTP. Darauf wär ich jetzt nicht gekommen…]

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  1. Im Gegensatz zur eingebauten VPN-Funktionalität meines Betriebssystems. []
  2. Zum Beispiel dem der Telekom. []
  3. Ich habe noch eines, dass über meine FritzBox läuft. Nicht ganz so komfortabel, nicht ganz so zuverlässig, aber tut es zur Not. []

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Re: Secure(st) Messenger

“Enigma” von floeschi (CC BY 2.0)
Oder: Warum ich es für verfrüht halte, Threema für Textsecure/Signal aufzugeben, wie es Ulf Buermeyer bei netzpolitik.org fordert.

tl;dr: Textsecure/Signal sind zwar Open Source, aber die App funktioniert praktisch nur mit Verwendung der eigenen Telefonnumer und Telefonbuchupload. Es gibt außerdem kein tragbares Geschäftsmodell.

Aber es ist doch Open Source?

Der Reihe nach: Gestern machte die Meldung die Runde, dass die App Signal in der Version 2.0 veröffentlicht wurde. Signal ist ein sogenannter Secure Messenger, also ein Chatprogramm, dass es ermöglicht zwischen zwei oder mehreren Smartphones verschlüsselt auszutauschen. Lesen können Sie also nur die Empfänge, aber nicht die Geheimdienste oder Telekommunikationsanbieter.

Signal hatte schon immer einen großen Vorteil: Es ist Open Source. Das ist bei Crypto-Software relativ wichtig, weil man nur so nachvollziehen kann, ob die Verschlüsselung wirklich funktioniert. Und es hatte lange einen entscheidenden Nachteil: Signal ist eine iOS-only Software.

Es gibt ein Gegenstück auf Android, das Textsecure heißt, aber die beiden Apps konnten nicht miteinander reden. Bis jetzt, denn mit Version Signal 2.0 können iOS- und Android-Nutzer auch verschlüsselt miteinander chatten.

Aber gab es da nicht schon was? Dieses Threema?

In der Tat: Threema ist ebenfalls ein Secure Messenger und etwas besonderes geschafft hat. Threema war die erste App, die verschlüsseltes Nachrichtenverschicken in einer bedienbaren und leicht verständlichen Form für Smartphones umsetzte. Die App funktioniert sogar ganz ohne die Verwendung von Telefonnummern und man wird auch nicht gezwungen diese hochzuladen.

Aber Threema hat einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht Open Source. Der Quellcode der Komponente, die für die Verschlüsselung sorgt, ist zwar verfügbar, aber man kann sich nicht endgültig sicher sein, was in der App steckt. Ein Umstand, den wir schon vor zwei Jahren in einem Interview mit Manuel Kasper von Threema bemängelt hatten.

Die zweitbeste Lösung nach Offenlegung des Quellcodes ist eine Untersuchung des Codes von einer dritten, unabhängigen Firma. So was ist teuer und bis jetzt bei Threema nicht passiert. Und das ist der Grund, warum jetzt mit dem Erscheinen von Textsecure/Signal dazu aufgefordert wird, Threema hinzuschmeissen.

Klingt logisch: Open Source > Closed Source. Was stört dich daran?

Es fehlt ein Finanzierungsmodell. Derzeit wird Textsecure/Signal anscheinend durch die Freedom of the Press Foundation und den Open Tech Fund finanziert und hat Verschlüsselungstechnologie an WhatsApp verkauft. Damit kommt bestimmt einiges an Geld zusammen, ein nachhaltiges Geschäftsmodell ist das aber nicht.

Ganz im Gegenteil ist der Service mit einem Startup vergleichbar: Es gibt eine Anschubfinanzierung, aber niemand weiß, wie damit langfristig Geld verdient werden kann. Wie die jüngere Geschichte zeigt, bedeutet das entweder, dass der Service irgendwann abgeschaltet oder die Daten der User zu Geld gemacht werden1.

Außerdem wird der Open Tech Fund während seiner US-Regierungsnähe kritisiert. Zumindest in meiner Timeline ist wiederum diese Kritik umstritten, da auch andere gute Cryptoprojekte Regierungsprojekte sind/waren. Ich glaube persönlich nicht an eine fiese Backdoor im Code, aber durchaus daran, dass ein Funding auch mal eingestellt werden kann, wenn es opportun erscheint und dann siehe oben2.

Ja, na gut. Das mit dem Geld. Sonst noch was?

Als WhatsApp beim Bekannt- und Berühmtwerden in die Kritik kam, war einer der Hauptkritikpunkte der Upload des eigenen Telefonbuchs auf den WhatsApp-Server. Fast dieselbe Technologie verwendet auch Textsecure/Signal. Einziger Unterschied: Auf die Adressbuchdaten wird Mathematik angewendet, so dass nicht die eigentliche Telefonnummer hochgeladen wird, sondern ein Kennwert.

Das hilft leider gar nichts. Und das sage ich nicht, weil ich den Code von Hand nachgeprüft habe, das schreiben die Macher von Textsecure/Signal selber:

As far as we can determine, practical privacy preserving contact discovery remains an unsolved problem. For RedPhone, our user base is still manageable enough (for now) to use the bloom filter technique. For TextSecure, however, we’ve grown beyond the size where that remains practical, so the only thing we can do is write the server such that it doesn’t store the transmitted contact information, inform the user, and give them the choice of opting out.

Das Problem hierbei: Das Opt-Out ist nicht wirklich praktikabel. Ich habe es heute versucht und die App wird dadurch weitgehend unbenutzbar. Dazu kommt: Die User werden über ihre Handynummern eindeutig identifiziert, diese unnötigen Metadaten fallen also auf jeden Fall an. Und warum das gefährlich ist, wurde ja schon hinreichend geklärt.

Ja gut, sind halt auch nicht perfekt. Was soll’s?

Was mich an der Aufforderung Threema für Textsecure/Signal wegzuwerfen ärgert, ist die typische Elitenerdkurzsichtigkeit dahinter. Für Leute, die nichts lieber tun als jeden Tag einen neuen Cryptomessenger auszuprobieren ist das bestimmt sinnvoll. Aber wenn ich daran denke, wie lange es gedauert hat, mein soziales Umfeld von Threema zu überzeugen, finde ich es gefährlich, die Leute, die sich nicht täglich damit beschäftigen wollen, zum nächsten halbgaren Messenger zu scheuchen.   Threema war gegenüber WhatsApp eine deutliche Verbesserung, weil es pseudonyme Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in bedienbar realisierte. Threema ist nicht perfekt, aber bevor ich einen Wechsel empfehle, muss der nächste Messenger wieder einen deutlichen Schritt nach vorne machen, also folgende Kritieren erfüllen:

  • Open Source
  • nachhaltiges Geschäftsmodell
  • bedienbar
  • mit selbstgewähltem Pseudonym nutzbar

Jetzt Wechselpanik zu verursachen halte ich sogar für gefährlich. Denn wenn Textsecure/Signal aufgrund der angesprochenen Kritikpunkte baden geht, wer glaubt würde dann noch einer Empfehlung zum nächsten wirklichen sicheren Ding folgen? Ich wäre – als normaler User – auf jeden Fall skeptisch.


Bild: “Enigma” von floeschi (CC BY 2.0)

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  1. Oder der Laden verkauft wird und dann die Daten der User vom neuen Besitzer zu Geld gemacht werden. []
  2. Auch Threema ist nicht nachhaltig finanziert, weil Sie bis jetzt nur Geld von Neunutzern beim Kauf der App nehmen und davon gibt es ja nicht unendlich viele. Aber immerhin finanziert sich Threema aus eigener Kraft. []

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Der Replikant (Presseschau)

Robot on the Taff von John Greenaway unter CC BY-SA
Falls Ihr euch fragt, was es mit diesen seltsamen Bots auf sich hat, um die es gerade bei Twitter geht: Es gibt einen auch von Halblaien nachvollziehbaren Weg, wie man sein eigenes Twitter-Archiv herunterladen und an einen Algorithmus verfüttern kann, der daraus neue 140-Zeichen-Nachrichten erstellt, die aus Versatzstücken der Originaltweets bestehen.

Es gibt außerdem einen einfachen Weg wie ein Programm diese so entstandenen Tweets tatsächlich bei Twitter abliefert und in einem beliebigen Account wieder in die Welt setzt. Obendrauf gibt es ein bisschen Zusatzmagie, die macht, dass der so entstandene Twitterbot auch faven, antworten und sogar DMs verschicken kann, wenn man das will. Warum das gerade jetzt vermehrt auftaucht: Es gibt Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die es schnell möglich machen, sich einen eigenen Bot zu bauen. Ich bin darauf durch Mina (@lasersushi) gestoßen, die schön über ihre Replikantin @mina_ebooks als “Das bessere Ich” gebloggt hat. Deswegen haben wir Sie auch bei Trackback für ein kurzes Interview verhaftet, können allerdings nicht nachweisen, dass wir mit der echten Mina gesprochen haben.

Wenig später gab es noch den biographischen Hintergrundartikel “Mein neuer digitaler Freund mit Spamschutz und schlechter Laune: Ich”  von Caspar (@leitmedium), dessen Replikant @leitmarvin sich als sehr mürrisch herausstellte.

Schnell entstanden weitere Replikanten in meiner Timeline (Original): @nufbot (@dasnuf), @ADoorAreBell (_Adora_Belle_), @Chief_Vanilla (@vanilla_chief) und @TheRealHerrFabu (@herrfabu), der aber noch in Arbeit ist.

Spannend daran ist, dass ich gehört und beobachtet habe, dass sich die Originale in den Versatzstücktexten ihrer Replikanten wiederfinden. Und ich glaube, die Textstreams die dadurch entstehen, bergen für manches Original die Versuchung, darin Dinge zu verstecken, die man vielleicht immer mal schon sagen wollte, aber dann doch lieber auf den Bot schiebt. So könnte durch Handarbeit der Replikant zwar nicht zum besseren, aber vielleicht zum authentischeren Original werden.

Falls ihr euch selber daran versuchen wollt: Ich bin ohne große Probleme diesem HowTo gefolgt. Um die Kommunikation richtig zu starten erwähnt ihr euren neuen Replikanten in eigenem Tweet und packt am Besten noch ein paar andere Replikanten rein, dann geht es relativ schnell los.

PS: Die meisten dieser Bots laufen auf persönlichen Rechnern, nicht auf Servern, sind also nicht immer online.
PPS: @monokzieht (@monoxyd)

PPS: Hilfreicher Hinweis von Twitter. (Bei mir war es schon installiert, deswegen ist mir das nicht aufgefallen.)

Bildnachweis: “Robot on the Taff” von John Greenaway unter CC BY-SA.

Nachtrag: Noch eine ausführliche Ermunterung einen Bot zu bauen, auch wenn man sich vielleicht nicht traut, weil man Angst vor der Kommandozeile hat: “Mein semiwitziges, künstliches Ich” vom Nuf. Und ich habe für die Sendung Breitband einen Bot bauen dürfen, der sogar auf Heroku läuft: @breitbandbot (@breitband).

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Share the love.

Es sind vielleicht Selbstverständlichkeiten, aber gerade bei denen schadet es ja nie, wenn man die doch noch mal durchsagt, um sie in Erinnerung zu rufen1. Johnny hat gerade schön aufgeschrieben, wie ihr Blogs nicht nur liebhaben könnt, sondern das auch am besten zeigt.

Sehr schick fand ich die Beschreibung dessen, was Facebook für uns sein sollte:

 Facebook darf nie dein Zuhause sein, es ist nur ein Umsteigebahnhof, der irgendwann entweder abgerissen oder verlassen oder nur noch von langweiligen Werbefirmen bevölkert sein wird.

Ein bisschen unschlüssig bin ich allerdings ob des Punktes:

Kopiere nicht die YouTube-Adresse in deinen Tweet, sondern die des Blog-Artikels, bei dem du das Video gefunden hast.

Ich kann das aus Bloggerperspektive verstehen, aber die meisten Programme zeigen Videos nur dann direkt an, wenn sie auch direkt verlinkt sind und oft enthalten solche Blogposts auch nur das Video und einen Alibisatz. Hmm. Wie haltet ihr das?

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  1. Macht Backups! []

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Liebes Posterous, ich bin dann mal weg. Warum?

Ich hab dich erst vor ein paar Wochen kennengelernt. Na, das ist eigentlich gelogen, der Account fliegt schon seit ein paar Monaten rum, aber unser erstes richtiges Date war erst vor ein paar Wochen. Ich war begeistert. 

Übersichtliches Standarddesign, Anbindung an alle wichtigen Dienste, Statistiken für den kleinen Egotrip und vor allem: Die Möglichkeit Podcasts hochzuladen. Die erste Enttäuschung war meine eigene Schuld: Ich dachte, es gibt unbegrenzt Speicherplatz, so wie bei Google. Aber dann hast du mir gesagt, es sei nur ein Gigabyte. Das ist viel für ein Blog, aber wenig für einen Podcast. 

Naja, meintest du, dafür seist du ja eh nicht da. Du seist halt so ein Social Blog Dienst, verstehste? Ich verstand. Konnte aber trotzdem nicht nachvollziehen, warum du mir keine richtigen Links zu den MP3s gegeben hast, die ich zwar bei dir hochgeladen hatte, aber von denen ich trotzdem irgendwie glaubte, dass sie mir gehören. 

Dann deine Webseite. Ich komme gut mit dem Interface zurecht. Aber dein Podcastplayer? Häßlich! Feeds für verschiedene Kategorien? Nö. Und dann hast mir etwas angetan, was ich für unmöglich gehalten habe. Du bist abgestürzt. Regelmäßig! Du warst noch langsamer als die Lotus-Mail-Software in meiner Firma. Das will was heißen, wir arbeiten nämlich mit einer Version, die kurz nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Betrieb genommen wurden. Auf Computern, die gleichzeitig mit den ersten Dampfmaschinen ausgeliefert wurden. 

Was soll ich sagen? Meine Ex hat angerufen, du weisst schon, ich hatte von ihr erzählt: WordPress. Hat mir ihre neuen Klamotten vorgeführt. Automatisches Update. Neues Podcasting-PlugIn. Herzeigbare Designs. Als mir dann noch ein Freund ein wenig Speicherplatz angeboten hat, auf dem ich die Podcasts lagern kann, war es schnell vorbei. 

Also dann, Posterous. Ich bin dann mal weg. Ich schaue vermutlich wieder vorbei, wenn der erste große WordPress-Wurm durch das Netz geht. Lass es dir bis dahin gut gehen. Und nimm ein bisschen ab, ich glaube, dass würde dir ganz gut tun. 

Cheers,

m.

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Weise Worte zum #JMStV

Auf jeden Fall werde ich den Quatsch nicht mitmachen, so lange ich das Strafmaß für erträglich halte. (…) Da können die mich genau so gut zwingen, mir ein Hühnerkostüm anzuziehen. – @pattex

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