ExExEx #027 – Artikel vorlesen

Caspar Clemens Mierau

Caspar (Blog, Twitter, Die Wahrheit #022) hat eine sehr interessante Idee:

Nennen wir das Ganze einfach “Podreading” – in Anlehnung ans Podcasting (oder doch “Audiosharing”? oder Readsharing? Was meint Ihr?). Man nimmt sich einen Text oder Artikel (die Urheberrechtsdebatte vertagen wir auf später und gehen zunächst von entsprechend frei lizensierten Texten aus), spricht ihn in ein Mikro und veröffentlicht die Aufnahme online. Nicht den eigenen Text – das kann man natürlch auch gern tun – nein, einen fremden. 

Warum? Weil es so einfacher ist, komplexere Texte aufzunehmen, es kann nebenher bei Arbeit oder unterwegs geschehen – in klassischen Podcastszenarien also. Finde ich natürlich sehr spannend und habe mich sofort ans Werkt gemacht. Im Gegensatz zu meinen Podcasts ist das hier (fast) nach den Anforderungen in Caspars Artikel aufgenommen. Ein Durchgang (mit Fehlern), keine Nachbearbeitung (außer die Audioschnipsel aus dem ursprünglichen Artikel einzufügen) und dann einmal fast ohne Metadaten durch Auphonic gejagt.

Funktioniert so etwas für euch? Oder ist das nur eine fixe Idee?

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Quelle: Warum wir uns fremde Texte vorlesen sollte (mit Audiobeispielen von Jens Best, Jürgen Geuter und mir)

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11 Comments

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11 Responses to ExExEx #027 – Artikel vorlesen

  1. Alex

    Jetzt wird das Internet nicht mehr ausgedruckt, sondern vorgelesen!!!!!

    Ich finds ne coole Idee: Statt einen Artikel zu Instapaper zu pushen, sende ich ihn an meinen Podcatcher (wie auch immer das funktionieren soll -- is ja erstmal egal).

    Für mich persönlich zwar nur für Artikel geeignet, die keine große kognitive Leistung erfordern, da ich besser mit Text zurechtkomme, aber ich stell es mir trotzdem recht unterhaltsam vor.

  2. zonst

    Vielleicht bei librivox.org hochladen?

  3. Find ich ne super Idee.
    Auf der Arbeit ist es immer etwas komisch, wenn man dann nen Blog oder Sonstiges auf hat, aber Audio geht eigentlich immer.
    Könnte mir sogar vorstellen selber Texte zu lesen.
    Probleme die ich sehe sind die Aktualität, wenn ein Text durch Twitter geht muss man auch gerade Zeit dafür haben, und die Rechte bei Zeitungsartikeln.
    Auch ist dann die Frage in wie weit man dann noch eigen Kommentare einfließen lässt.

  4. Ihr kennt aber http://einfacheinmal.de ? Das ist etwas eingeschlafen, aber da passiert genau das mit einigen Blogeinträgen von Scilogs et al.

    Man könnte natürlich auch hergehen und es zum guten Ton werden lassen, dass Blogeinträge gleichzeitig auch als Audio vorhanden sind. Da würden sich die Blinden unter uns sicher auch freuen und man findet das Audio schneller, wenn es direkt im Blogeintrag oder den Kommentaren verlinkt ist.

  5. Pingback: Warum wir uns fremde Texte vorlesen sollten (mit Audiobeispielen von Jens Best, Jürgen Geuter und mir) | Leitmedium

  6. Eine ganz tolle Sache, finde ich.
    Ich habe gleich überlegt, ob ich das nicht auch machen kann. Immerhin benutze ich selbst sehr oft einen Sprachsynthesizer um mir lange Texte vorlesen zu lassen. Echten Menschen höre ich allerdings sehr viel lieber zu, selbst wenn sie so einen schlechten Vorleseskill haben, wie ich.

    Muss ich mal drüber schlafen…

  7. Pingback: Die letzten und nächsten 24h, Mittwoch, 28.05.2014 | die Hörsuppe

  8. Ich sehe da sehr viel Potential drin. Bevor ich anfange aufzunehmen, hier ein paar Gedanken dazu:
    Ich kann lesen, liebe Sprache, hab Können und Ausrüstung um hochwertige Aufnahmen zu machen und möchte genau das, was Marcus so treffend mit Flattr vergleicht: einen besonders gelungenen Blogbeitrag unterstützen. Aber eben nicht mit ein paar Groschen für den Autor, sondern mit aktiver Weiterverbreitung.
    Geile Idee! -- und es ist mir tatsächlich schon oft ein Bedürfnis gewesen, das zu machen. Ich habe sogar einige solche Aufnahmen rumliegen, die aber nie für die Veröffentlichung gedacht waren.
    Ich will aber nicht nach festem Turnus vorlesen, sondern immer dann, wenn mir ein Blogbeitrag wertvoll erscheint -- oder ein Themenfeld beackern, in dessen Blogosphere ich mich zuhause fühle. Gerne häufiger -- aber um Hörer bei der Stange zu halten reicht das noch nicht. Das Format Podcast braucht IMHO eine gewisse Regelmäßigkeit. Meine Themen sind keine Titelseitenthemen, also sind zwei Wochen Funkstille auch schon mal drin -- für einen eigenen Podcast wohl keine guten Voraussetzungen.

    Toll wäre, einen Podcast zu machen, der aus einem losen Zusammenschluss einiger Leute besteht, die vortragen und die Aufnahmen dann mit knackiger An- und Abmoderation gemeinsam verbloggen. So hätte das Konzept trotz mehrerer Kontributoren einen gewissen Rahmen und der Podcast Wiedererkennungswert. Auch wäre damit für regelmäßigen Content gesorgt und eine größere Themenwolke abgedeckt, die einen gemeinsamen Schwerpunkt hat.
    Gedanken dazu? Einen Podcast mit zwei Leuten am Laufen zu halten ist schwierig, wenn man nur sporadisch etwas zu sagen hat. Aber shownot.es macht es vor: Arbeitsteilig geht manches, was alleine keinen Bestand hätte.
    Taugliche Rekorder gibt’s für 80€ oder weniger, aber nicht jeder möchte gerne ein Blog betreiben -- diese Hemmschwelle ist deutlich höher.

    Übrigens könnten auf diesem Wege Blogbeiträge auch Diskussionsgruppen oder dem Schulunterricht zugänglich werden. Tim arbeitet ja fleißig daran, das gesprochene Wort durchsuchbar zu machen (Podlove rocks!). Warum nicht dort wildern, wo sonst nur DLF und WDR5 unterwegs sind? Die besten Blogbeiträge vertonen und auf Kassetten an Lehrer verteilen… oder so ähnlich. Internet-Ausdrucken 2.0.

    Wer hilft mit beim Weiterdenken, -machen, Loslegen?

  9. Pingback: Gilt das Recht auf Remix auch für unsere Texte? Über das Vorlesen von Blog-Artikeln – the tricky parts

  10. Pingback: Mal was anderes: Avoce | die Hörsuppe

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