Lovers In A Dangerous Spacetime

Das rosarunde Raumschiff "Kaugummi Null" von Lovers In A Dangerous Spacetime wird von einem Roboter und zwei Weltraumfliegen angegriffen

“Marcus, Marcus, kannst du uns einen Mehrspieler-Gametipp geben?”
“Au ja, denn auch Anfänger*innen spielen können? Am besten auch mit Kindern?”
“Und man in wechselnden Gruppenstärken spielen? Bitte!”

“Aber sicher doch liebe Kinderinnen und Kinder! Ihr wollt Lovers In A Dangerous Spacetime spielen!”

Lovers In A Dangerous Space Time ist schon etwas älter, ich bin dieses Jahr darauf gekommen, weil es für die Nintendo Switch erschienen ist. Eigentlich wollte ich es schon im Winterurlaub spielen, aber da fanden die Kids “Shadow of the Colossus” spannender. Letztens am Zeugnistag haben wir dann damit angefangen und was soll ich sagen: Es ist perfekt.

Die Liebe ist in Gefahr!
Die Geschichte dieses Ballerspiels ist einfach, aber voller Liebe. Denn die Kraft der Liebe, die das ganze Universum antrieb, kam abhanden und der Liebesreaktor ist zerstört. Die vier Teile sind irgendwo im Weltraum versteckt und es liegt an den ein bis vier tapferen Held*innen, diese mit Hilfe ihres Raumschiffs “Kaugummi Null” wiederfinden.

Die vier Teile sind in vier Kampagnen versteckt, die jeweils aus fünf Leveln bestehen. Meistens geht es darum, das Level zu erforschen, niedliche Wesen aus Gefängnissen zu retten und Cartoon-Monster mit den Kanonen des Raumschiffs abzuballern.

Die Kanonen müssen von einem Spielenden besetzt sein. Genauso wie der Schutzschild, der Antrieb, der Kartenmonitor und die Superwaffe. Jede Spieler*in kann einen dieser Plätze einnehmen, man kann jederzeit wechseln und in dem Raumschiff das in einer Art Aufriss angezeigt wird, die Plätze wechseln.

Auch für “Sehr Anfänger” geeignet
Die Grafik ist bunt und comicartig, die Musik und Sounds beschwingt, die Gegner ungruselig und das Spiel eine actionreiche Mischung aus entdecken und ballern. Was das Spiel aber wirklich, wirklich einzigartig macht ist die Mischung aus Spielmechanik und Balancing.

Es gibt Schwierigkeitsabstufungen von “Sehr Anfänger” zu “Schwer”. Soweit, so normal für ein Spiel. Aber selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad muss man zusammenarbeiten. Jeder muss seinen Job finden, man bespricht gemeinsam, wo die Upgrades hinkommen oder wechselt sich mit Bestimmen ab und hat auf jeden Fall zusammen Spaß.

Es gibt keinen Besten, man feuert sich gegenseitig und es gibt kaum Anlaß gegeneinander anzutreten – man spielt, gewinnt und verliert miteinander.

Für Eliteballerer und trunkene Seebären
Bei vielen Koop-Spielen tritt dann das Problem auf, dass entweder die Schwächsten total überfordert sind oder die Könner sich total langweilen. Aber die Lovers bringen auch hier alle zusammen, weil sich die unterschiedlichen Jobs sehr gut ergänzen. Jemand schießt wie wild um sich, aber trifft kaum? Kein Problem, die Steuerung fliegt einen geschickten Ausweichkurs. Der Steuermann oder die Steuerfrau schlingern wie ein trunkener Seebär durch die Gegend? Kein Problem, der Schutzschild ist immer so ausgerichtet, das Aufpraller abgefangen werden.

Man kann halt nicht alleine gewinnen und darin steckt eine wichtige Lektion, die spielerisch vermittelt wird.

Und noch etwas: Die Spieler ist mit 20 – 30 Minuten pro Level auch gut getroffen. Lang genug, dass es für ein echtes Erfolgserlebnis reicht, kurz genug, damit man sagen kann “Jetzt noch eins, dann geht’s ins Bett.” Wenn man weiterspielen will, muss es auch nicht unbedingt dasselbe Team sein, man kann jederzeit bei einem Neustart des Spiels die Anzahl der Mitspieler*innen ändern. Das macht es ja manchmal auch einfacher.

Mit anderen Worten: Es ist perfekt. Falls ihr also mal wieder ein Spiel sucht, dass ihr mit bis zu vier Menschen in einem Raum zusammenspielen wollt, steigt in die Kaugummi Null und rettet das Universum vor der Anti-Liebe!

Lovers In A Dangerous Spacetime” ist für Windows, Mac, Linux, Playstation 4, XBox One und Switch erschienen und kostet regulär 14,99 €. Von der USK ist es ab 12 Jahren freigegeben, ich halte es aber schon für 8-Jährige spielbar. Wie immer gilt, was auch dasnuf sagt: Redet mit euren Kindern! (Generell ist ganz schlau, was dasnuf zum Medien, Kindern und Eltern sagt, es gibt da eine ganze Serie.)

Nachtrag (weil das auf Twitter aufkam): Zusatzcontroller für die Switch sind ja relativ teuer. Falls noch eine Zweitkonsole im Haushalt existiert, kann man sich mit einem solchen Adapter behelfen, bei mir hat damit der Anschluß eines PS4-Pads an die Switch problemlos geklappt.

Ballerspiele macht ja bekanntermaßen einsam, dumm und 
arbeitslos. Wenn ihr mir einen Kaffee ausgebt, könnt ihr 
mir schreiben, wie ich mich davor retten könnte.

 

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