Liebes Posterous, ich bin dann mal weg. Warum?

Ich hab dich erst vor ein paar Wochen kennengelernt. Na, das ist eigentlich gelogen, der Account fliegt schon seit ein paar Monaten rum, aber unser erstes richtiges Date war erst vor ein paar Wochen. Ich war begeistert. 

Übersichtliches Standarddesign, Anbindung an alle wichtigen Dienste, Statistiken für den kleinen Egotrip und vor allem: Die Möglichkeit Podcasts hochzuladen. Die erste Enttäuschung war meine eigene Schuld: Ich dachte, es gibt unbegrenzt Speicherplatz, so wie bei Google. Aber dann hast du mir gesagt, es sei nur ein Gigabyte. Das ist viel für ein Blog, aber wenig für einen Podcast. 

Naja, meintest du, dafür seist du ja eh nicht da. Du seist halt so ein Social Blog Dienst, verstehste? Ich verstand. Konnte aber trotzdem nicht nachvollziehen, warum du mir keine richtigen Links zu den MP3s gegeben hast, die ich zwar bei dir hochgeladen hatte, aber von denen ich trotzdem irgendwie glaubte, dass sie mir gehören. 

Dann deine Webseite. Ich komme gut mit dem Interface zurecht. Aber dein Podcastplayer? Häßlich! Feeds für verschiedene Kategorien? Nö. Und dann hast mir etwas angetan, was ich für unmöglich gehalten habe. Du bist abgestürzt. Regelmäßig! Du warst noch langsamer als die Lotus-Mail-Software in meiner Firma. Das will was heißen, wir arbeiten nämlich mit einer Version, die kurz nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Betrieb genommen wurden. Auf Computern, die gleichzeitig mit den ersten Dampfmaschinen ausgeliefert wurden. 

Was soll ich sagen? Meine Ex hat angerufen, du weisst schon, ich hatte von ihr erzählt: WordPress. Hat mir ihre neuen Klamotten vorgeführt. Automatisches Update. Neues Podcasting-PlugIn. Herzeigbare Designs. Als mir dann noch ein Freund ein wenig Speicherplatz angeboten hat, auf dem ich die Podcasts lagern kann, war es schnell vorbei. 

Also dann, Posterous. Ich bin dann mal weg. Ich schaue vermutlich wieder vorbei, wenn der erste große WordPress-Wurm durch das Netz geht. Lass es dir bis dahin gut gehen. Und nimm ein bisschen ab, ich glaube, dass würde dir ganz gut tun. 

Cheers,

m.

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